Kommunikation nur ungenügend: Rummenigge kritisiert DFB-Strukturen
zuletzt aktualisiert: 08.12.2001 - 14:05Berlin (rpo). Das Engagement von Karl-Heinz Rummenigge im Kreise der deutschen Nationalmannschaft könnte schon bald ein Ende finden. Der Vizepräsident von Bayern München ist über die Strukturen des DFB verärgert.
"Es ist eine Geschichte, dabei zu sein, und eine andere, bei gewissen Entscheidungen zumindest die Information zu kriegen. Wenn das nicht mehr gegeben ist, muss man sich überlegen, ob es noch Sinn macht", sagte der Vize-Präsident von Weltpokalsieger Bayern München der Welt am Sonntag: "Jetzt ist es mir zu DFB-like geworden. Wenn es so weiter läuft, macht es keinen Sinn mehr."
Rummenigge, der sich nach der verkorksten Euro 2000 zunächst in der Task Force und dann im Ausschuss Nationalmannschaft des Liga-Verbandes um das Auswahlteam kümmerte, beklagt vor allem fehlende Kommunikation seitens des DFB. "So, wie es im Moment läuft, ist es nicht befriedigend. Wir lesen nur von einem Team 2006, aber es gibt keine Informationen", monierte der 46-Jährige: "Es ist überhaupt kein Informationsfluss gegeben. Bei der Task Force ist das komplett anders gehandhabt worden. Da haben wir uns zusammengesetzt, und in drei Stunden war jedes Problem gelöst."
Teamchef Rudi Völler hatte sich zuletzt immer wieder für ein weiteres Engagement des Münchners stark gemacht. Doch für Rummenigge käme ein Abschied von der Nationalmannschaft nicht ungelegen, zumal beim Rekordmeister derzeit die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft betrieben wird. "Ich ärgere mich nicht einmal. Bei Bayern platzen wir aus allen Nähten", sagte der designierte Vorstandsvorsitzende der FC Bayern KG: "Wir werden zu dritt im Vorstand sein, ein Fulltimejob. Da kann ich nicht bei jedem Länderspiel, geschweige denn sechs Wochen bei der WM in Japan und Südkorea dabei sein. Ausgeschlossen."
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