Rummenigge fordert mehr Mitsprache für Clubs: Rummenigge setzt bei Europaliga auf Harmonie mit der UEFA
zuletzt aktualisiert: 22.08.2000 - 14:52München (dpa). Karl-Heinz Rummenigge hat in der Dauer-Debatte mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) erneut mehr Rechte für die Groß-Clubs gefordert. Gleichzeitig signalisierte der Vizepräsident und internationale Verhandlungsführer des FC Bayern München in der Diskussion um eine neue Europaliga die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Verband. "Am liebsten ist uns Konsens und Harmonie mit der UEFA, aber wir wollen auch mehr mitreden, wenn wir schon mitspielen", sagte Rummenigge in einem Interview der Münchner "Abendzeitung" (Dienstag-Ausgabe).
Hintergrund ist ein Angebot der spanischen Telefongesellschaft "Telefonica" über 2,4 Milliarden Mark an die Clubs für eine eigene Europaliga. "Das ist ein gigantischer Konzern, das ist ein seriöses Angebot", sagte Rummenigge: "Der Vereinsfußball ist als einziger noch nicht langfristig vergeben, die Begehrlichkeiten werden größer." Doch man wolle keinen Streit mit der UEFA, sondern mehr Mitsprache. Am Donnerstag gibt es eine Sitzung des UEFA-Club-Beirats, in dem Rummenigge vertreten ist.
Die Verantwortlichen des FC Bayern sind sauer, dass die UEFA diverse Anregungen für die Champions League nicht berücksichtigt hatte. "Uns stinkt zum Beispiel, dass trotz unserer Bitten um Zurückverlegung der Anstoßzeit auf 20 Uhr oder 20.15 Uhr nichts passiert. Da werden Uli Hoeneß und ich nicht lockerlassen", sagte Rummenigge.
Die Daumen drücken wollen die Bayern dem Lokalrivalen TSV 1860 München in der Champions-League-Qualifikation. "Ich traue 1860 nicht nur eine Menge zu, ich hoffe auch darauf im Interesse des deutschen Fußballs. Damit wir nicht den vierten Starterplatz an die Engländer verlieren", so Rummenigge.
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