Auch Morddrohungen wurden ausgesprochen: Russischer Sicherheitsdienst soll ZSKA Moskau erpresst haben
zuletzt aktualisiert: 27.11.2000 - 18:31Moskau (sid). Führende Funktionäre des russischen Fußball-Klubs ZSKA Moskau werfen dem russischen Staatssicherheitsdienst vor, Personen tschetschenischer Herkunft aus dem ZSKA-Vorstand erpresst und ihnen sogar mit Mord gedroht zu haben.
Der Aufsichtsratsvorsitzende des Klubs, Andrei Trubitsyn, erklärte gegenüber einer Wochenzeitung, der Verein habe während der vergangenen zwei Jahre unter ständigem Druck des Sicherheitsdienstes gestanden. Ein Offizier namens Sebirow habe von einem tschetschenischen Vorstandsmitglied verlangt, er solle seine Anteile an ZSKA verkaufen. Ansonsten würden er und seine Familie ermordet.
Des weiteren habe der Sicherheitsdienst Geld verlangt, um damit angeblich russische Geiseln in Tschetschenien frei zu kaufen. Der Sicherheitsdienst hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
"Sie haben uns eine tschetschenische Bande genannt. Ja, unser Präsident und einige Vorstandsmitglieder haben tschetschenische Wurzeln, aber das heißt nicht, dass sie Terroristen sind", erklärte Trubitsyn. "Man hat uns vorgeworfen, die tschetschenischen Rebellen zu unterstützen, ohne Beweise dafür zu haben."
Nach Trubitsyns Angaben ist der ehemalige Armeesportklub ZSKA seit 1996 vom Militär losgelöst und finanziert sich seitdem über private Spenden: "Wir haben in den letzten vier Jahren keinen einzigen Rubel von der russischen Armee erhalten."
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