Schlager gegen Dortmund steigt zum 121. Mal: Schalke rechnet mit Rekordkulisse zum Derby
zuletzt aktualisiert: 21.02.2003 - 12:04Gelsenkirchen (rpo). Am Samstag steigt wieder einmal das Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund. Die "Knappen" rechnen dabei mit einer Rekordkulisse.
Seit mehr als vier Jahren und zehn Pflichtspielen hat Königsblau gegen Schwarz-Gelb nicht mehr verloren. Das soll sich auch im letzten "großen" Revierderby von Schalkes Ex-Nationalspieler Andreas Möller nicht ändern. Nach Umkonstruktionen werden zur 121. Auflage des Fußball-Dauerbrenners erstmals 60.878 Fans in der Arena AufSchalke erwartet.
"Es wäre eine Riesen-Geschichte, wenn wir dieses Spiel für uns entscheiden könnten", sagt Möller, der erst in diese Woche einen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert hat, ganz unverbindlich. Immerhin geht es für den 35-Jährigen, der seine Laufbahn nach der Saison beenden wird, letztmals gegen seinen Ex-Klub. Mit dem wurde er zweimal deutscher Meister und Sieger der Champions League 1997.
Doch Möller, das gebrannte Kind der Fan-Hetze aus früheren, mit Hass erfüllten Derbys, bleibt moderat, auch wenn es gegen Dortmund geht. Ein Sieg sei lediglich ein "ganz großer Schritt" auf dem Weg ins internationale Geschäft. Auf Schalke hoffen die Fans auf einen erneuten Geniestreich des Weltmeisters von 1990, der in der vergangenen Saison Schalkes 1:0-Sieg vor eigenem Publikum herausgeschossen und damit auch die Hardliner unter den Möller-Hassern in Gelsenkirchen auf seine Seite gezogen hatte.
"Knappen" in Bestbesetzung
Nach außen spielen alle Schalke-Beteiligten die Brisanz der Begegnung hinunter. Selbst Lautsprecher Rudi Assauer spart sich Polemik in Richtung der Borussia. Doch Fakt ist, dass es lange nicht so brisant zuging wie am Samstag. Der Titelverteidiger aus Dortmund darf sich bei der Jagd auf Spitzenreiter Bayern München angesichts von acht Punkten Rückstand keinen Ausrutscher mehr erlauben. Schalke ist bei einem Sieg bis auf einen Zähler an Dortmund dran und dürfte wieder laut über die Champions League sprechen. Ein Remis ist für beide zu wenig.
Pünktlich zum "Spiel des Jahres", was das Derby für zahlreiche Fans beider Klubs automatisch darstellt, kann Schalkes Trainer Frank Neubarth auf fast sein komplettes Stammpersonal zurückgreifen. Die genesenen Marco van Hoogdalem und Ebbe Sand sind wie Möller wieder im Kader. Außerdem hat Gustavo Varela seine Sperre abgesessen, allerdings fehlt Sven Kmetsch wegen der 5. Gelben Karte.
"Ich weiß, was das Spiel für die Leute hier bedeutet. Es hat einen besonderen Charakter. Aber rein sportlich gibt es auch in diesem Spiel nur drei Punkte zu verteilen", sagt Neubarth. Der frühere Bremer Stürmer hatte seine Laufbahn gerade einmal zwei Jahre beendet, als Borussia das letzte Mal das Derby für sich entschied. Am 14. November 1998 gewann der BVB 3:0 im Westfalenstadion.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







