| 18.30 Uhr

Neue Details veröffentlicht
Auch Bayern München taucht in "Beckenbauer-Dokument" auf

Überblick: Die Zuständigkeiten im deutschen OK bei der WM
Überblick: Die Zuständigkeiten im deutschen OK bei der WM FOTO: dpa
Frankfurt/Main. Neue Details des brisanten "Beckenbauer-Dokuments", das den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in der WM-Affäre 2006 schwer belastet hat, bringen auch Rekordmeister Bayern München und Sponsor adidas in den Dunstkreis des Skandals.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel am Samstag. Laut des vom damaligen WM-Organisationschef Franz Beckenbauer und dem zwielichtigen Ex-Fifa-Funktionär Jack Warner (Trinidad/Tobago) unterschriebenen Vertragsentwurfs, der nie umgesetzt wurde, sollte demnach der FC Bayern Trainingslager in der Karibik zusichern - mutmaßlich als Gegenleistung für Warners Stimme bei der WM-Vergabe. Beckenbauer war zur fraglichen Zeit (2000) Bayern-Präsident.

"Die Bayern hätten jedes Jahr ein dreiwöchiges Trainingslager gemeinsam mit einem Team aus dem amerikanisch-karibischen Verband CONCACAF durchführen müssen", schreibt der Spiegel. Warner war damals CONCACAF-Chef. Der DFB sollte zudem Fußbälle, Taschen und Schuhe seines Ausrüsters adidas im Wert von vier Millionen Dollar in die Karibik schicken. Warner persönlich hätte außerdem Zugriff auf 1000 WM-Tickets bekommen, auch von einem 240.000-Dollar-Deal mit einer "Kontaktperson" ist die Rede.

Das Vertragspapier legte den Verdacht des versuchten Stimmenkaufs nahe und war ein Grund, warum Wolfgang Niersbach seinen Rücktritt als DFB-Präsident erklärt hatte.

(ems/sid)
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