Verein trägt Erkenntnissen der Historiker Rechnung: Straße an der Schalker Arena wird nicht nach Szepan benannt
zuletzt aktualisiert: 28.01.2002 - 16:17Gelsenkirchen (rpo). Der FC Schalke 04 wird die Straße an der neuen Arena "AufSchalke" nicht nach Fußball-Legende Fritz Szepan benennen.
"Wir tragen damit Rechnung, was Gutachter und Historiker herausgefunden haben", begründete Manager Rudi Assauer am Montag in Gelsenkirchen den Rückzug. Die Stadt hatte Bedenken gegen den geplanten Namensgeber Szepan angemeldet, nachdem öffentliche Vorwürfe gegen Szepan laut geworden waren, dieser habe sich in den 30er Jahren an jüdischem Eigentum bereichert.
"Weder ein Abschnitt des Arena-Rings noch das Jugend- Leistungszentrum wird mit dem Namen Fritz Szepan belegt", sagte Assauer. Die Ringstraße soll nach dem Willen des Managers nun in den einzelnen Abschnitten die Namen der berühmten Fußballer Ernst Kuzorra, Stan Libuda und Berni Klodt tragen. Das Jugend-Internat wird nach einem Ausbau ein großes "S04"-Logo auf dem Dach erhalten.
Im März will der Gelsenkirchener Stadtrat die Namen für die insgesamt vier Straßenabschnitte endgültig beschließen. Auch gegen Fußball-Legende Kuzorra gibt es laut Gutachten Bedenken. Es heißt, Kuzorra habe sich wie Szepan "im Unterschied zur deutlichen Mehrheit der Schalker Spieler mit einer NSDAP-Mitgliedschaft zum Nationalsozialismus" bekannt.
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