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Zwangsabstieg des SV Wilhelmshaven
BGH-Urteil erst im September

SV Wilhelmshaven: BGH-Urteil erst im September
Wilhelmshavens Präsident Hans Herrnberger (l.) mit Aufsichtsrat Harald Naraschewski (M.) und BGH-Anwalt Arn Osterloh vor Gericht. FOTO: dpa, bwe vfd
Karlsruhe. Im Streit um den Zwangsabstieg des ehemaligen Fußball-Regionalligisten SV Wilhelmshaven verkündet der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil am 27. September. Das teilte der Senat am Dienstag nach der Verhandlung des Falls in Karlsruhe mit.

In dem Revisions-Prozess hat der norddeutsche Klub nach Ansicht von Prozessbeobachtern gute Chancen. Der Senat bezweifele, dass es eine Rechtsgrundlage für den Zwangsabstieg gegeben habe, sagte eine BGH-Sprecherin.

Dem höchsten deutschen Zivilgericht liegt ein langjähriger Streit vor: Der SV Wilhelmshaven weigert sich seit 2008 für einen Spieler eine Ausbildungsentschädigung an zwei argentinische Vereine zu zahlen. Der Weltfußball-Verband FIFA hatte daraufhin Punktabzüge und den Abstieg angeordnet. Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) führte nach der Saison 2013/14 den Zwangsabstieg aus.

Dagegen hatten die Wilhelmshavener geklagt – bis zum Oberlandesgericht Bremen mit Erfolg. Es hatte im Dezember 2014 den Zwangsabstieg für unwirksam erklärt. Der Fußball-Verband NFV legte daraufhin die Revision vor dem BGH ein.

(dpa)
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