1. Bundesliga 16/17
| 13.05 Uhr

Ausraster nach Verbannung auf Tribüne
Gisdol telefoniert mit Guardiola: "Alles in Ordnung"

Hoffenheim-Trainer Gisdol gegen BVB auf die Tribüne geschickt
Hoffenheim-Trainer Gisdol gegen BVB auf die Tribüne geschickt FOTO: dpa, ua fpt
München. Hoffenheims Trainer Markus Gisdol hat sich nach den Vorwürfen einer Vorzugsbehandlung von Pep Guardiola durch die Bundesliga-Schiedsrichter bei seinem Münchner Kollegen gemeldet.

"Er hat mich angerufen", berichtete Bayern-Coach Guardiola am Freitag. Über den Inhalt des Telefonats verriet der Spanier nichts Konkretes, versicherte aber: "Es ist alles in Ordnung. Es gibt keine Probleme." Gisdol war es offenbar wichtig, das Verhältnis zum Spanier Guardiola nicht dauerhaft zu belasten.

Der 46-Jährige war am Mittwoch beim 1:1 von 1899 Hoffenheim in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund von Referee Tobias Welz auf die Tribüne verwiesen worden. Gisdol hatte sich nach einer Abseitsentscheidung heftig bei Linienrichter Rafael Foltyn beklagt und diesem auch an den Arm gelangt.

Nach dem Spiel sprach ein erregter Gisdol im Zusammenhang mit seinem Platzverweis von einem Guardiola-Bonus: "Wenn Guardiola zehnmal den Schiedsrichter anfasst und den Linienrichter umarmt und die Bibiana Steinhaus in den Arm nimmt und ihr was ins Ohr flüstert, egal was, dann wird nicht reagiert. Ich fass' den einmal kurz an und flieg auf die Tribüne."

Guardiola reagierte sachlich: "Schon bei meiner Periode beim FC Barcelona hieß es aus Madrid, ich hätte einen Bonus." Das glaube er jedoch nicht. Er wisse aber, dass er sich manchmal am Spielfeldrand nicht korrekt verhalten habe und sich kontrollieren müsse. "Manchmal verliere ich in der Emotion meine Position an der Linie", sagte Guardiola. Der Katalane hob jedoch hervor, dass er sich nach Spielen niemals öffentlich über Schiedsrichter und Fehlentscheidungen beklage und mit seinen Trainer-Kollegen in der Bundesliga ein gutes Verhältnis pflege, "auch mit Markus".

(dpa)
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