1. Bundesliga 17/18
| 09.08 Uhr

Hopps Abrechnung in Hoffenheim
"Rangnick hat das Geld mit vollen Händen ausgegeben"

Porträt: Dietmar Hopp: Vom Mäzen zum Mehrheitseigner
Porträt: Dietmar Hopp: Vom Mäzen zum Mehrheitseigner FOTO: ddp
Mehrheitseigner Dietmar Hopp von Bundesligist 1899 Hoffenheim hat seinen früheren Cheftrainer Ralf Rangnick scharf kritisiert. Hopp wehrte sich gegen Vorwürfe, er habe Rangnick in dessen Zeit als Coach der TSG (2006 bis 2011) stets bei der Arbeit reingeredet.

"Das entspricht nicht der Wahrheit", sagte Hopp der "Sport Bild". Der heutige Leipzig-Sportdirektor Rangnick habe ein Budget von 40 Millionen Euro erhalten. "Das fand er gut. Aber dann hat er gemacht, was er wollte, und das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Das hätte nicht länger so weitergehen können", so Hopp.

Der Unternehmer und Milliardär hatte Rangnick im Anschluss in Jan Schindelmeiser einen Manager vor die Nase gesetzt, um die Ausgaben-Wut von Rangnick zu bremsen. "Aber er hörte nicht auf. Als klar war, dass unser Stürmer Obasi wegen Olympia drei Spiele lang ausfallen würde, wollte Rangnick einen Ersatz. Er kam mit Mario Gomez, der sollte 30 Millionen Euro kosten. Da habe ich gesagt: 'Ralf, das schaffe ich nicht, und ich will es auch nicht.'"

Hopp wehrte sich auch dagegen, dass es zum Bruch kam, weil Luiz Gustavo angeblich hinter Rangnicks Rücken an die Bayern verkauft worden sei. Man habe dem Brasilianer in einem Brief zugesichert, dass er gehen könne, den Brief habe auch Rangnick unterschrieben.

Drei Tage nach dem Streit um Gustavo habe Rangnick erklärt, dass er in Hoffenheim weitermachen wolle. Hopp entgegnete, dass er das nicht mehr möchte, wollte Rangnick wegen dessen Verdienste aber nicht entlassen. Anfang 2011 trat Rangnick zurück. "Wir haben kein Verhältnis mehr", so Hopp zur heutigen Situation.

(sid)
 
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