Kommentar zur Uefa-Cup-Reform: Alter Wein in neuen Schläuchen
VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 27.09.2008 - 10:18Düsseldorf (RP). Dass Handlungsbedarf im Uefa-Cup besteht, konnte jeder erkennen, der in der vergangenen Woche das elende Gekicke vor leeren Zuschauerrängen verfolgte. Dieser Wettbewerb hat abgewirtschaftet.
Die Bundesligisten gieren zwar stets nach dem „internationalen Geschäft“ - wenn sie es aber erreicht haben, klagen sie über die Strapazen, wundern sich über die exotischen Reiseziele und bejammern die geringen Verdienstmöglichkeiten.
Die jetzt beschlossene Reform des Uefa-Cups macht aus dem zweitklassigen Wettbewerb noch kein Premiumprodukt. Die Champions League ist die wahre Europa-Liga, sie funktioniert (wirtschaftlich wie sportlich) glänzend, sie überstrahlt alles.
Der Wust von 72 Gruppenspielen, den die „Europa League“ ab der nächsten Saison bieten wird, kann kaum interessanter sein als das derzeitige Angebot des „Cups der Verlierer“. Der Fußball ändert sich ja nicht. Die Europäische Fußball-Union verkauft alten Wein in neuen Schläuchen.
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