Gruppenphase ausgelost: Gute Lose für deutsche Uefa-Cup-Vertreter
zuletzt aktualisiert: 05.10.2004 - 14:03Nyon (rpo). In der ersten Gruppenphase des Uefa-Cups überhaupt erwarten die deutschen Teilnehmer einige namhafte Gegner. So müssen sich der VfB Stuttgart und Schalke 04 mit ehemaligen Siegern des Wettbewerbs auseinandersetzen. Alemannia Aachen darf unter anderem gegen ein Team aus der spanischen Primera Division ran.
Das ergab die Auslosung am Dienstag in Nyon/Schweiz. Schalke 04, 1997 letzter deutschen Titelträger, muss in der Gruppe A bei Feyenoord Rotterdam antreten (1. Dezember), das 2002 mit dem heutigen BVB-Trainer Bert van Marwijk im Finale Borussia Dortmund besiegt hatte. Außerdem müssen die Schalker gegen den Schweizer Meister FC Basel (21. Oktober), bei Heart of Midlothian in Schottland (4. November) sowie gegen den ungarischen Double-Gewinner Ferencvaros Budapest (25. November) um einen der ersten drei Plätze in der Fünfer-Gruppe kämpfen, die zum Einzug in die Runde der letzten 32 Teams berechtigen. Basel (gegen Inter Mailand) und Budapest (gegen Sparta Prag) waren in der Qualifikation zur Champions League gescheitert und in den Uefa-Cup "abgestiegen".
Für den aktuellen Bundesliga-Zweiten VfB Stuttgart, der 1989 im Finale am SSC Neapel gescheitert war, gibt es am 4. November im Gottlieb-Daimler-Stadion ein Wiedersehen mit dem früheren Bayern-Coach Giovanni Trapattoni, der jetzt den zweimaligen Landesmeister-Champion Benfica Lissabon trainiert.
Aachen zu Hause gegen Lille und St. Petersburg
Der portugiesische Vize-Meister und Pokalsieger war in der Qualifikation zur Königsklasse an Lazio Rom gescheitert. Außerdem muss der VfB gegen den kroatischen Pokalsieger Dinamo Zagreb (15. Dezember), der 1967 den Uefa-Cup gewonnen hat, beim SC Heerenveen (25. November) und zum Auftakt beim belgischen Pokalsieger SK Beveren (21. Oktober) antreten.
Zweitligist Alemannia Aachen spielt in seinem ersten ersten Uefa-Cup-Jahr bei AEK Athen (15. Dezember), gegen OSC Lille (21. Oktober), der wie Schalke 04 durch den UI-Cup noch in den Wettbewerb gerutscht war, beim FC Sevilla (4. November) und gegen den russischen Vize-Meister Zenit St. Petersburg (2. Dezember). Die Heimspiele gegen Lille und St. Petersburg tragen die Aachener in Köln aus.
"Das ist nicht leicht, aber machbar", meinte Schalke-Manager Rudi Assauer: "Für mich ist Feyenoord der stärkste Gegner." Sein neuer Trainer Ralf Rangnick äußerte sich eher zurückhaltend: "Das ist für mich eine der schwersten, wenn nicht die schwerste Gruppe. Ferencvaros und Basel sind aktuelle Tabellenführer, Feyenoord belegt in Holland Platz zwei. Und in Schottland kriegt man auch nichts geschenkt", sagte Rangnick.
Wiedersehen mit Trapattoni
"Das ist eine gute Gruppe. Benfica Lissabon ist mit Trainer Giovanni Trapattoni ein reizvolles Heimspiel", sagte Stuttgarts Trainer Matthias Sammer, der auf jeden Fall die nächste Runde erreichen will, "auch wenn unsere Gruppe kein Selbstläufer wird".
Aachens Trainer Dieter Hecking nahm die Auslosung gelassen. "Das war nicht anders zu erwarten, dass wir schwere Gegner erwischen. Es gibt sicher von den Namen her attraktivere Gegner, aber unsere Kontrahenten sind seit Jahren im Europacup dabei. Die Spiele werden uns weiterbringen", sagte Hecking. Sein Präsident Horst Heinrichs meinte: "Wir müssen versuchen, Gruppendritter zu werden. Das wäre grandios."
Nach dem neuen Modus gibt es keine Hin- und Rückspiele, die Mannschaften treffen jeweils nur ein Mal aufeinander. Die drei Bestplatzierten jeder Gruppe erreichen die nächste Runde. Dort kommen zu diesen 24 Teams noch die acht Gruppendritten aus der Champions League. Diese 32 Mannschaften spielen die weiteren Runden wieder im K.o.-System mit Hin- und Rückspielen aus. Das Finale steigt am 18. Mai 2005 im Estadio Jose Alvalade in Lissabon.
Gruppe A: Feyenoord Rotterdam, Schalke 04, FC Basel, Heart of Midlothian, Ferencvaros Budapest
Gruppe B: AC Parma, Besiktas Istanbul, Athletic Bilbao, Steaua Bukarest, Standard Lüttich
Gruppe C: FC Brügge, Real Saragossa, FC Utrecht, Dnjepr Dnjepropetrowsk, Austria Wien
Gruppe D: Newcastle United, Sporting Lissabon, FC Sochaux, Panionios Athen, Dynamo Tiflis
Gruppe E: Lazio Rom, FC Villarreal, FC Middlesbrough, Partizan Belgrad, Aegaleo Athen
Gruppe F: Glasgow Rangers, AJ Auxerre, Grazer AK, Amica Wronci, AZ Alkmaar
Gruppe G: VfB Stuttgart, Benfica Lissabon, Dinamo Zagreb, SC Heerenveen, SK Beveren
Gruppe H: AEK Athen, OSC Lille, FC Sevilla, Alemannia Aachen, Zenit St. Petersburg
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