Kommentar: Soldo nach Köln – eine Lösung mit Charme
VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 12.06.2009 - 09:34Köln (RP). Eins kann man dem 1. FC Köln nicht vorwerfen: dass es ihm an Mut fehlt. Bei der Neubesetzung der Trainerpostens nach dem lauten Abgang von Trainer Christoph Daum beweist der rheinische Fußball-Bundesligist Mut zum Experiment.
Er bedient sich nicht auf der Jobbörse der altbewährten (und zum Teil oft gescheiterten) Fahrensleute, sondern setzt in Zvonimir Soldo auf einen Neuling.
Der Kroate beherrscht die deutsche Sprache. Er kennt die Bundesliga aus seiner Zeit als Profi beim VfB Stuttgart. Und als Kapitän auch in schwierigen Zeiten bewies er dort Führungsstärke. Die Personalie Soldo hat Charme.
Dass unorthodoxe Lösungen in Köln nicht immer Erfolg bringen, erfuhr der FC aber in jüngerer Vergangenheit auch schon, als das Experiment mit „Bergdoktor” Hanspeter Latour daneben ging. Eins sollte man Soldo allerdings nicht antun: Ihn an seinem kroatischen Landsmann Tschik Cajkovski messen. Der führte den FC als Trainer 1963 zum Meistertitel.
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