Bayern München: Bastürk als Ballack-Nachfolger im Gespräch
zuletzt aktualisiert: 04.05.2006 - 13:43Nürnberg/Gelsenkirchen (rpo). Rekordmeister Bayern München hat auf der Suche nach einem Nachfolger für den abwanderungswilligen Michael Ballack offenbar zwei Wunschspieler auf der Liste. Neben dem Schalker Spielmacher Lincoln wird in München nach Informationen des Fachmagazins "Kicker" (Donnerstagausgabe) auch Yildiray Bastürk von Hertha BSC als Kandidat gehandelt.
Der türkische Nationalspieler hat in Berlin noch einen Vertrag bis 2007. Nachdem der 27-Jährige aber unbedingt in der Champions League spielen möchte, hatte er zuletzt schon lautstark über seinen Abschied nachgedacht.
Der seit Wochen bevorstehende Wechsel von Ballack zum englischen Meister FC Chelsea soll laut "Kicker" offiziell bekannt gegeben werden, sobald die Bayern ihren 20. Meistertitel eingefahren haben.
Neuerdings könnten sich die Münchner Verantwortlichen aber auch vorstellen, adäquaten Ersatz auch in den eigenen Reihen zu finden. Beim 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart konnte am Mittwochabend Roque Santa Cruz auf der Position des gelbgesperrten Nationalelf-Kapitäns überzeugen.
Magath lobt Santa Cruz
Während sich Manager Uli Hoeneß noch kryptisch äußerte ("Ich habe einiges gesehen, was mich für die nächste Saison ganz zuversichtlich stimmt") fand Trainer Felix Magath deutlichere Worte. "So haben wir eine Menge Spaß an ihm. Das ist eine Position, die etwas für ihn werden kann", lobte Magath den 24-Jährigen.
Ohnehin haben die Bayern im Tauziehen um den Brasilianer Lincoln offenbar wenig Chancen. Der 27-jährige Regisseur will seinen bis 2008 laufenden Vertrag auf Schalke erfüllen. "Er hat mir klar gesagt, dass er nicht weg will", erklärte Schalkes Teammanager Andreas Müller nach dem 3:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld.
Ohnehin wollen die "Königsblauen" Lincoln nicht ziehen lassen. "Wir haben eine Mannschaft zusammengestellt, mit der wir Erfolg haben möchten. Dazu gehört auch Lincoln. Deswegen gibt es nicht einmal annähernd eine Basis, auf der wir bereit wären, ihn zu verkaufen", betonte Müller.
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