Bayer Leverkusen: Eintracht-Fans sollen Bayer-Strafe zahlen
zuletzt aktualisiert: 20.01.2013 - 11:08Leverkusen (RPO). Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser will mögliche Strafzahlungen aufgrund des Zündens von Pyrotechnik in der Leverkusener BayArena am Samstag im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (3:1) an die Anhänger der Hessen weiterleiten.
"Diese Überlegungen stellen wir an. Schließlich wird es sich möglicherweise um einen fünfstelligen Betrag handeln, den wir zahlen müssen", sagte der Sprecher der Geschäftsführung nach dem Spitzenspiel. Eintracht-Chaoten hatten durch das Zünden von Bengalos sowie von Silvesterraketen in der ersten Halbzeit für eine sechsminütige Spielunterbrechung gesorgt.
Bayer als gastgebender Klub wird möglicherweise vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Verantwortung gezogen, weil die Frankfurter Zuschauer die Pyrotechnik bei den Einlasskontrollen am Ordnungsdienst vorbei in die Arena schmuggeln konnten. Auch die Eintracht muss mit einer Bestrafung durch das DFB-Sportgericht rechnen.
Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) erklärte nach dem Spiel: "Das Ganze ist schon schlimm genug. Ich will aber mit weiteren Kommentaren nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen." Der Unparteiische hatte die Spieler beider Teams nach einer Viertelstunde in die Kabine geschickt, nachdem es durch die Bengalos und Feuerwerkskörper eine starke Rauchentwicklung im Stadion gegeben hatte.
Kontrollausschuss ermittelt
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat derweil am Sonntag die Ermittlungen gegen Fan-Chaoten des Bundesligisten Eintracht Frankfurt aufgenommen. Dies bestätigte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker: "Wir hoffen, dass mit Hilfe der Polizei und Vereine die Täter identifiziert werden können und auch gezielt gegen einzelne Chaoten vorgegangen werden kann."
Andreas Rettig, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), erklärte am Sonntag in einer Stellungnahme: "Vereine und Verbände sind sich darüber einig, dass die täterorientierte Bestrafung im Vordergrund stehen muss. Mit Blick auf den begonnenen Dialog wünschen wir uns von den Fan-Organisationen, sich eindeutig gegen Gewalt und Pyro-Technik auszusprechen."
Die DFL halte weiter am eingeschlagenen Weg von Austausch und Dialog mit den Fan-Organisationen fest. Rettig: "Die inakzeptablen Vorfälle in Leverkusen zeigen aber auch, dass es sinnvoll war und ist, sich ernsthaft mit dem Thema Sicherheit zu beschäftigen. Gewalt und Pyro-Technik haben nichts mit Fußball-Kultur zu tun. Hier muss weiter - auch und gerade vor Ort - an zielführenden Lösungen gearbeitet werden."






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