Wir stellen Ihnen den französischen Nationalspieler Franck Ribery vor.
Frank Ribery wurde am 7. April 1983 in der im Norden Frankreichs gelgenen Hafenstadt Boulogne-sur-Mer geboren. Er wuchs in sehr einfachen Verhältnissen auf.
Im Alter von zwei Jahren erlitt Ribery einen schweren Autounfall. Die Narben, die noch heute sein Gesicht zeichnen, stammen von den Verletzungen, die er damals davontrug. Sie seien der Ursprung seiner Kraft und seines Willens.
Den als Spaßvogel bekannte Franzose zeichnen insbesondere seine Schusstechnik und -kraft sowie Ballsicherheit und Dribbelstärke aus. Er gilt als starker Freistoßschütze. In der Offensive kann er vielseitig eingesetzt werden, agiert aber bevorzugt im linken offensiven Mittelfeld.
Ribery konvertierte im Jahre 2002 zum Islam. Sein muslimischer Name lautet Bilal Yusuf Mohammed. Seine Frau, Wahiba Belhami, stammt aus Algerien. Gemeinsam haben sie zwei Töchter und einen Sohn.
Das Fußballspielen begann der französische Nationalspieler im Alter von sechs Jahren beim örtlichen Verein FC Conti. Mit zwölf bezog er dann das Jugendinternat des OSC Lille, welches er jedoch nach vier Jahren wegen disziplinarischer Verfehlungen wieder verlassen musste.
Mit 18 Jahren verließ er seine Familie in Boulogne-sur-Mer und zog ins 1000 Kilometer entfernte Alès. Sein Verein dort ging pleite, zurück bei der Familie verschaffte ihm sein Vater einen Job als Straßenarbeiter. Ihn plagten Finanzsorgen und der Traum einer Profikarriere schien weit entfernt.
2004 holt ihn Trainer Jean Fernandez vom Drittligisten Brest zum FC Metz. Nur ein halbes Jahr später wechselt der Franzose in die Türkei zu Galatasaray Istanbul. Dort gewann er seinen ersten Titel: den türkischen Pokal. Seine atemberaubende Schnelligkeit brachte ihm den Spitznamen “Ferrarribery” ein.
Wegen ausbleibender Gehaltszahlungen wechselte Ribery schon nach einem halben Jahr bei Galatasaray zurück nach Frankreich zu Olympique Marseiile, das zu diesem Zeitpunkt von seinem "Mentor" Jean Fernandez trainiert wurde.
In Marseille erlebte Ribery seinen absoluten Durchbruch und reifte zum Nationalspieler heran. Bereits in den ersten Einsätzen behauptete er sich als Spielmacher und führte seine Mannschaft zum Sieg des Intertoto Cups 2005. 2006 wurde er zum französischen Nachwuchsspieler des Jahres gewählt. Neben dem zweiten Platz beim französischen Pokalturnier in den Jahren 2006 und 2007 wurde Ribery 2007 mit Olympique Marseille französischer Vizemeister, hinter Lyon. In den zwei Jahren stand Ribery 68 mal auf dem Platz und erzielte dabei in allen Wettbewerben 14 Tore.
Sein Debüt für doe "Équipe tricolore" gab er am 27. Mai 2006 beim Testspiel gegen Mexiko. Bei der WM 2006 gehörte Ribery zum Aufgebot der französischen Nationalmannschaft. Im Achtelfinale gegen Spanien markierte er den wichtigen 1:1-Ausgleich. Am Ende wurde Frankreich Vize-Weltmeister.
2007 wechselte der Franzose für 26 Millionen Euro nach München. Nach Mario Gomez (von Stuttgart nach München) ist er der zweitteuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte.
Gleich in der ersten Saison gewann er mit Bayern das Double. Zudem wurde Ribery als Fußballer des Jahres in Frankreich und Deutschland gewählt. In der Saison 2009/2010 gewann er mit den Münchnern erneut sowohl die Meisterschaft als auch den Pokal.
Bedauerlicherweise fehlte er im Finale der Champions League 2010 aufgrund einer Roten Karte im Halbfinalspiel gegen Lyon.