Bayern hebt ab: Irrer 75-Stunden-Trip nach Japan
zuletzt aktualisiert: 29.07.2008 - 16:51München (RPO). Werden die Bayern nun größenwahnsinnig? "Wenn man sich entscheidet, ein 'Global Player' zu sein, dann muss man ab und zu auch dorthin fahren, wo die internationalen Gegner sind", erklärt Uli Hoeneß. Doch genügt dass als Begründung für einen irren 75-Stunden-Trip nach Japan?
Teams wie Real Madrid oder Manchester United machen regelmäßig Werbe-Touren nach Fernost. Auf diesen Zug ist der Rekordmeister im Jahr 2005 aufgesprungen. Japan ist ein interessanter Markt und zu aktiven Zeiten von Oliver Kahn, der in Asien verehrt wird, konnte der Klub durch Trikot-Absätze und Werbe-Verträge Millionen verdienen.
In diesem Jahr ist jedoch ganz Fußball-Deutschland verwirrt. Die Münchner sind diesmal zu einem 75-Stunden-Trip in das immerhin 10.000 Kilometer und rund zwölf Stunden entfernte Japan aufgebrochen. Ein Zeitfenster, in dem für ordentliche Tests kaum Zeit bleibt.
Zudem blieben gleich sieben Profis an der Säbener Straße. Neben Breno und Sosa (Olympia) fallen Franck Ribéry, Martin Demichelis und Hans Jörg Butt verletzt aus. Zudem sind Tim Borowski und Luca Toni leicht angeschlagen.
Um 15.50 Uhr hob die Lufthansa-Maschine mit dem Bayern-Tross an Bord vom Münchner Flughafen ab und bereits am Freitag werden die Profis in der bayrischen Metropole zurück erwartet.
Während Hoeneß den Trip gegenüber der "Bild"-Zeitung verteidigt, sagte Trainer Jürgen Klinsmann zu Sport 1: "Die Reise ist nicht ideal. Wir respektieren aber die Partnerschaft mit den Urawa Red Diamonds. Dieser Termin stand schon seit einem Jahr fest, da wusste noch keiner so recht, wie es mit der Vorbereitung nach der Europameisterschaft ausschaut."
Ob der Trip die Bayern-Stars in der harten Vorbereitung ermüdet oder beflügelt wird sich zeigen. In gut zwei Wochen wird der Rekordmeister an seinem Saisonauftakt gegen den Hamburger SV gemessen.
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