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Jürgen Klinsmann hat sich erstmals nach seinem Rauswurf bei Rekordmeister Bayern München im TV geäußert. Und er ging mit seinen Ex-Kollegen ins Gericht.
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Klinsmann über seine Fehler:
"Ich habe mich auf Kompromisse eingelassen, die ich als Bundestrainer nie zugelassen hätte."
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Klinsmann über den Kader:
"Mein größter Fehler war es, den Kader ohne Veränderungen zu übernehmen. Dazu noch ohne Oliver Kahn und einer neuen Nummer eins. Schließlich hatte die Mannschaft im Jahr zuvor schon gegen Getafe und St. Petersburg versagt. Ich hätte drei bis vier neue Spieler fordern müssen!"
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Klinsmann über zu bequeme Spieler:
"Das ist ein Lernprozess. Am Anfang haben sie alle Bammel vor Veränderungen, dann werden sie unzufrieden. Der Prozess bedarf Offenheit uns richtiger Selbsteinschätzung, die bei einigen fehlt. Da kann es dann auch schon einmal sein, das ein Ribery oder ein Toni auf der Bank sitzen."
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Klinsmann über zu bequeme Spieler: "Ich bin mit meiner Denkweise hier und da an die Grenzen gestoßen, weil ich es oftmals mit Leuten zu tun hatte, die sich nicht weiterentwickeln wollen, die mehr auf Besitzdenken fixiert waren. Ich aber wollte immer den nächsten Schritt machen."
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Klinsmann über Heynckes:
"Ich wusste, dass er gegen Schalke auf der Tribüne sitzt. Das war kein Zufall! Ich dachte aber, wenn ich alle Spiele gewinne, dann ist hier irgendwann einmal Ruhe."
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Klinsmann über die Medien:
"Die Zeit zwei, drei Monate vor meiner Entlassung war unwürdig. Die Medien haben eine Hetzjagd betrieben. Die medialen Einflüsse hier in München sind gewaltig, das musste ich jetzt schmerzvoll erfahren."
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Klinsmann über die Führungsetage:
"Bei der Sache mit der taz haben sie mir am einen Tag gesagt, dass der Verein bedingungslos hinter mir steht und einen Tag später wurde mir gesagt, dass ich selbst mit meinem Anwalt dagegen vorgehen soll."
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Klinsmann über die Führungsetage:
"Hoeneß, Rummenigge, Beckenbauer und auch Breitner sind alles Alphatiere, mit denen man sich zu reiben hat."
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Klinsmann über Kritiker:
"Ich wurde zuletzt ganz schön beleidigt. Ich wurde von Leuten wie Lattek und Netzer beschimpft, die sich nie ein Training von mir angeschaut haben und nicht wissen, wie ich arbeite. Die kennen mich gar nicht!"
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Klinsmann über seine Entlassung:
"Am Tag der Beurlaubung haben sich viele Spieler gemeldet. Sie waren down und geschockt und haben gesagt, sie könnten das nicht verstehen."
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Klinsmann über die Spieler:
"Sie waren nicht konstant genug. Viele hatten nach dem Double-Gewinn im vergangenen Jahr nur die Champions League im Kopf, nicht den Bundesliga-Alltag. Sie haben sich zu sehr auf die Champions League fixiert und gedacht, die Bundesliga läuft schon irgendwie, wir haben ja einen guten Kader, und wir sind ja sehr gute Spieler. Die haben das unterschätzt."
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Klinsmann über 302 Tage Bayern:
"Das war keine Niederlage für mich. Ich war und bin diesen Aufgaben gewachsen. Ich habe unglaublich viel gelernt."
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Klinsmann über Lukas Podolski: "Poldi fehlt es an "illen und Entschlossenheit. Er ist nicht der Typ, der sich im Haifischbecken FC Bayern durchsetzen kann und möchte - auch, weil er da mit Miro Klose und Luca Toni zwei große Namen vor sich hat. Und diesen Konkurrenzkampf wollte er und konnte er nicht annehmen. Er hat unter Felix Magath nicht gespielt, er hat unter Ottmar Hitzfeld nicht gespielt, er hat unter mir nicht gespielt, weil er ihnen nicht das Wasser reichen konnte."