Bundesliga-Dopingaffäre: Lahm hält Hoffenheim-Fall für "Dummheit"
zuletzt aktualisiert: 04.03.2009 - 11:04Hamburg (RPO). Philipp Lahm glaubt, dass es im Fall Hoffenheim um verspätete Dopingkontrollen ein "Missverständnis" oder eine "Dummheit" gab. "Es ist beim FC Bayern nicht üblich, dass Spieler, die zur Dopingkontrolle müssen, erst in die Kabine gehen", erklärte der Nationalspieler des Rekordmeisters.
Lahm verwies im Interview mit der "Zeit" auf die Bestimmungen der Nationalen Anti Doping Agentur (Nada): "In den Anti-Doping-Regeln steht, dass die Kontrolleure den Spieler im Auge haben müssen. In München gehen die Spieler mit einem Physiotherapeuten direkt vom Fußballplatz einen festgelegten Weg in den Raum der Dopingkontrolle."
Die Profis der TSG Hoffenheim Andreas Ibertsberger und Christoph Janker waren nach einem Bundesligaspiel in Mönchengladbach für zehn Minuten in der Kabine verschwunden, bevor sie zur Dopingkontrolle erschienen waren. Das ist ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln des DFB und der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada). Über die Bestrafung der Hoffenheimer muss noch entschieden werden.
Lahm sagte, er beschäftige sich sehr intensiv und täglich mit dem Thema Doping. "Schon als Amateur musste ich mitdenken und aufpassen. Bevor man etwas nimmt, muss man fragen, ob das in Ordnung ist."
Im vergangenen Jahr musste Lahm zehn Mal zur Dopingkontrolle. Beim FC Bayern gebe es neben den Überprüfungen nach Bundesliga- und Champions-League-Spielen etwa alle drei Wochen unangemeldete Trainingskontrollen für drei bis zehn Spieler.
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