Marcelinho wehrt sich: Bei Hertha hängt der Haussegen schief
zuletzt aktualisiert: 11.12.2005 - 16:00Berlin (rpo). Brasilianer sind oft sehr sensibel. Die Ballkünstler vom Zuckerhut lassen sich gerne feiern, können jedoch mit Kritik nicht allzu gut umgehen. Neuestes Beispiel aus dieser Reihe ist der Berliner Mittelfeldstar Marcelinho. Der Südamerikaner, der gegen Hamburg die Gelb-Rote Karte sah, stänkerte nun gegen die Kritik von Mitspieler Niko Kovac.
Marcelinho reagierte verärgert auf die Kritik seines Teamkollegen Niko Kovac ("ein unentschuldbares Verhalten" und "der soll nicht immer die beleidigte Leberwurst spielen."). "Wenn ich gute Spiele mache und wir dank mir gewinnen, höre ich nichts von Niko. Der sollte lieber ruhig sein. Ich muss mich nicht entschuldigen, wenn ich mal schlecht spiele", sagte der Brasilianer der Berliner Tageszeitung B.Z.
Kovac hatte nach der Begegnung Marcelinhos Fehlverhalten beklagt und betont, dass der Mitspieler durch seinen dummen Platzverweis der Mannschaft geschadet habe. Marcelinho empfand die Gelb-Rote-Karte durch Schiedsrichter Markus Merk (Kaiserslautern) indes als zu hart. Trainer Falko Götz kündigte Konsequenzen an. Damit aber will sich Marcelinho nicht arrangieren: "Ich würde eine Strafe nicht akzeptieren. Ich bin kein undisziplinierter Spieler, habe bei Hertha bisher nur zwei Platzverweise kassiert", sagte er.
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