Kommentar: Zidan ist noch nicht angekommen
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 08.11.2008 - 14:06Hamburg (RP). Es war alles wunderbar ausgedacht. Borussia Dortmund schickt den Fußball-Ästheten Mladen Petric zum Hamburger SV. Dafür gibt es im Tausch den Dauerläufer Mohamed Zidan und noch ein paar Milliönchen fürs Konto.
Das hilft bei der Finanzierung des Bundesliga-Teams, und sportlich passt der ägyptische Flitzer entschieden besser ins Tempofußball-System von Trainer Jürgen Klopp.
Die erste Rechnung geht auf, die zweite (bislang) nicht. Zidan ist beim BVB noch nicht angekommen. Auch sein väterlicher Freund aus gemeinsamen Mainzer Zeiten hat es nicht vermocht, den zarten Angriffsspieler in Form zu bringen. Der Mangel an Effektivität in den Heimspielen lässt sich folgerichtig vor allem an Zidan festmachen, der erst zwei Treffer zustandegebracht hat.
Und das Dortmunder Publikum, eigentlich bereit, Kampfgeist und Laufbereitschaft anzuerkennen, fremdelt mit dem Stürmer.
Petric hat in Pokal, Uefa-Cup und Bundesliga schon acht Tore für seinen Arbeitgeber gemacht und dazu zwei Treffer vorbereitet. Er ist entschieden besser in sein neues Team integriert.
Für den HSV hat sich das Tauschgeschäft bereits gelohnt, obwohl oder weil Petric noch Luft nach oben hat. Letzteres ist bei Zidan ganz ähnlich. Nur das.
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