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Borussia Mönchengladbach: Eberl: Es kommt kein neuer Spieler

VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 06.08.2012 - 17:45

Mönchengladbach (RPO). Borussias Sportdirektor Max Eberl hat trotz des Abgangs von Bamba Anderson nach Frankfurt den Zukauf eines neuen Spielers ausgeschlossen.

"Wir werden nicht mehr aktiv werden. Wir haben die gleiche Anzahl an Innenverteidigern wie im vergangenen Jahr. Und wir haben mit Tony Jantschke und Havard Nordtveit zwei Spieler, die auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden können. Unser Kader ist breit genug, so dass wir im Notfall reagieren können", sagte Eberl.

Trainer Lucien Favre warnte derweil, Pokal-Gegner Aachen zu unterschätzen: "Guter Drittligist, volles Stadion – es wird extrem schwer." Eberl ist indes optimistisch, dass Borussia bis zum ersten Pflichtspiel am 18. August (15.30 Uhr, Live-Ticker) in Form sein wird. "Es ist wichtig für uns, dass wir die richtige Mischung finden und dass wir Fußball spielen. Ich denke aber, dass wir gut gerüstet sein werden, wenn es losgeht", wurde Eberl am Montag auf der vereinseigenen Internetseite zitiert.

"Spiel besser abstimmen"

Dass es beim 0:0 gegen Sevilla nach vorn nur wenig Zählbares gab, hat Eberl aber realisiert. "Natürlich haben wir noch einiges zu tun. Das ist zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung aber ganz normal. Wir haben versucht, die Räume durch viel Laufarbeit zu schließen. Das ist immer schwer gegen eine spanische Mannschaft, die sehr ballsicher ist. Bis auf die Schlussphase, als Sevilla einige Chancen hatte, ist uns das aber ganz gut gelungen. Nach vorne hatten wir aber noch nicht die Durchschlagskraft, die wir uns vorstellen. Die Wege nach vorne waren sehr weit, weil wir nach hinten viel Laufarbeit leisten mussten. Deshalb haben wir uns auch nur wenige Torchancen herausgespielt. Wir müssen in den kommenden Wochen unser Spiel noch besser abstimmen und uns auch trauen, gegen solche Mannschaften Fußball zu spielen. Darauf wird unser Augenmerk liegen", sagte Eberl.

Und bat die Fans um Geduld beim 12-Millionen-Euro-Stürmer Luuk de Jong, der auch gegen Sevilla ohne Treffer blieb (er kam allerdings auch nur 30 Minuten zum Einsatz). "Luuk braucht Zeit, um hier anzukommen. Das haben wir immer wieder gesagt. Er war bei der EM, hatte danach eine Operation an den Mandeln. Er kam erst spät zu uns und ist gerade mal drei Wochen hier. Dass er noch die Bindung zur Mannschaft braucht, ist klar", sagte Eberl.

Vorfreude auf Auslosung

Wie ganz Mönchengladbach fiebert Eberl der Auslosung der Champions-League-Play-offs am Freitag entgegen. Er wird mit einer fünfköpfigen Borussen-Delegation nach Nyon (Schweiz) reisen, um dort live zu verfolgen, wer Borussias Gegner im Kampf um den Einzug in die Königsklasse ist. "Die Vorfreude ist natürlich groß. Wir haben sehr lange warten müssen. Vor mehr als drei Monaten haben wir uns schließlich für diese Spiele qualifiziert. Jetzt verfolgen wir, wie die Mannschaften in der Runde davor gegeneinander spielen. Am Mittwoch entscheidet sich, wer in unserem Topf sein wird und am Freitag sind wir dann gespannt, wer als Gegner gezogen wird. Einen Wunschgegner gibt es für mich dabei aber nicht. Wir lassen uns überraschen, welches Team gezogen wird. Alle Teams sind große Kaliber. Wir werden unser Bestmögliches bringen, um die Qualifikation zu schaffen", sagte Eberl.

Gelingt das nicht, würde Favres Team in die Gruppenphase der Europaliga einziehen. "Wir sind auf jeden Fall in Europa dabei bis Ende des Jahres", hatte Verteidiger Martin Stranzl beim Familientag der Borussen am Sonntag noch einmal klar gestellt.

Sollte es Borussia in die Gruppenphase der höchsten europäischen Spielklasse schaffen, wäre das nicht nur sportlich, sondern auch finanziell sehr lukrativ. Champions League oder Europa League, das ist ein Unterschied von mehreren Millionen Euro. Und natürlich hätte jeder Verein lieber mehr Geld. Aber wir planen diese Gelder nicht ein, das können wir auch gar nicht. Es wäre vermessen, mit Geld zu planen, das uns gar nicht zur Verfügung steht", sagte Eberl. 30 Millionen Euro hat er in diesem Sommer in das neue Team investiert. "Wir sind aber nicht nur Transfer-Meister, sondern auch Meister bei den Transfererlösen. Wir haben das Geld, das wir durch den Sport verdient haben, ins Team gesteckt", sagte Eberl.

Quelle: sgo/jre/can/areh/rl

 
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