Borussia Mönchengladbach: Fan muss Borussia Schadenersatz zahlen
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 13.04.2012 - 08:58Mönchengladbach (RP). Nach einem dreijährigen Rechtsstreit hat das Landgericht Mönchengladbach einer Schadenersatzklage von Borussia Mönchengladbach Recht gegeben. Ein VfL-Fan, der vor drei Jahren im Kölner Stadion Pyrotechnik zündete, muss nun 6000 Euro an den Fußball-Bundesligisten zahlen.
Am 14. März 2009 fand in Köln das Bundesligaspiel des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach statt. Als im voll besetzten Gäste-Block bengalische Feuer gezündet wurden, musste das Spiel unterbrochen werden.
Belohnung ausgesetzt
Zur Ermittlung des Täters hatte die Borussia damals eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Der Gladbacher Fan wurde durch Zeugenhinweise überführt. Die Belohnung wurde ausgezahlt. Der damals 17 Jahre alte Zündler musste sich vor dem Mönchengladbacher Amtsgericht verantworten. Er gestand die Tat, der Jugendrichter stellte das Verfahren ein. Allerdings sollte der 17-Jährige an einem sozialen Trainingskurs teilnehmen und 20 Arbeitsstunden ableisten.
Auch für Borussia hatte der Fall Konsequenzen: In einem sportgerichtlichen Verfahren verurteilte der DFB am 7. April 2009 den Verein "wegen unsportlichen Verhaltens seiner Fans" zu einer Geldstrafe und zu den Verfahrenskosten.
Die Kosten wollte sich Borussia von dem Täter zurückholen. Doch der zahlte nicht. So kam es erneut zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Borussia gewann, seit vergangener Woche ist das Urteil rechtskräftig.
Der Fan, der zur Tatzeit noch minderjährig war, muss monatliche Raten in Höhe von 200 Euro an Borussia leisten, um den angerichteten Schaden wenigstens zum Teil wieder zu regulieren. Die von Borussia ausgesprochene Belohnung ist ebenfalls Gegenstand der Schadensersatzleistung.
Der damals 17-Jährige erhielt übrigens damals vom 1. FC Köln ein bundesweit gültiges Stadionverbot, das am 30. Juni dieses Jahres ausläuft.
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