Keine Landesbürgschaft: Dämpfer für für Schalker "Ballfahrtsort"-Pläne
zuletzt aktualisiert: 20.10.2004 - 17:33Gelsenkirchen (rpo). Für die großen Pläne, im Schatten der Arena AufSchalke eine Fußball-Erlebniswelt zu errichten, sieht es nicht gut aus. Nach Presseinformationen hat der Bürgschaftsauschuss des Landes Nordrhein-Westfalen beschlossen, das Projekt nicht durch eine Bürgschaft zu unterstützen. Der Investor will sich nun nach einem anderen Standort umschauen.
Dies berichtet die Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Das 17,9 Mio Euro erhalte keine Landesbürgschaft. Sowohl am Konzept als auch an der Finanzierung des geplanten "Ballfahrtsortes" soll es von Seiten der Landesregierung und der beteiligten Banken Zweifel gegeben haben. Kein Verständnis für die Haltung des Landes hat Triad-Geschäftsführer Volker Klingenburg: "Wir haben eine in Europa einmalige Fußball-Erlebniswelt konzeptionell, architektonisch und finanziell entwickelt", sagte Klingenburg der WAZ. 350 000 Besucher sollte die multimediale Erlebniswelt jährlich ins so genannte "Berger Feld" locken, 40 Arbeitsplätze sollte das Projekt bringen. Schalke 04 wollte sich zwar nicht als Investor beteiligen, aber als potenzieller (Mit-)Betreiber und Partner des Berliner Investors fungieren.
Gelsenkirchens neuer Oberbürgermeister Frank Baranowski, der sich bereits als SPD-Landtagsabgeordneter für das Projekt stark gemacht hat, will die Fußball-Erlebniswelt aber noch nicht abschreiben und Anfang November bei einem Termin mit NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück das Thema ansprechen. Die Zeit drängt, denn bis zur Weltmeisterschaft 2006 müssen alle Baumaßnahmen im Umfeld der Arena abgeschlossen sein. Das nächste Projekt auf dem "Berger Feld" ist das Reha- und Gesundheitszentrum "Auf Schalke", das sich bereits im Bau befindet und im Frühjahr 2005 seinen Betrieb aufnehmen soll.
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