Brasilianer bekundet seine Loyalität zu Borussia: Dede: Wo ist beim BVB das Geld geblieben?
zuletzt aktualisiert: 28.01.2004 - 12:29Neuss (rpo). Wo ist das ganze Geld geblieben und wie geht es mit Borussia Dortmund sportlich und finanziell weiter? Nicht nur die Fans des BVB sind besorgt: Jetzt fordert auch Abwehrspieler Dede eine lückenlose Aufklärung.
Das sagte der Brasilianer in einem Interview mit der Sport Bild. "Vor drei Jahren hat der BVB angeblich rund 180 Millionen Euro durch den Gang an die Börse eingenommen. Seit zwei Jahren werden keine Prämien mehr gezahlt, dazu die Gehaltskürzungen um 20 Prozent. Die Stadionanteile sind verkauft und Rosicky soll weg. Trotzdem fehlt plötzlich die Kohle. Das kapiert doch kein Mensch", meinte der Dortmunder Publikumsliebling.
Wenn der BVB erneut die Champions League verpassen würde, sei es kaum noch möglich, den Anschluss an Bayern München und andere europäische Klubs zu halten, meinte Dede. Im gleichen Atemzug betont der 25-Jährige jedoch seine Loyalität zu den Schwarz-Gelben: "Der Klub ist hier in Deutschland meine Familie, wie Vater und Mutter für mich. Die nächsten vier Monate sind die wichtigsten überhaupt für Borussia. Davon hängt nicht nur Borussias Zukunft, sondern auch die aller Spieler ab." An einen möglichen Transfer am Saisonende will Dede nicht denken.
Derweil hat Manager Michael Meier angeblich Aussagen in einem Gespräch in der Süddeutschen Zeitung am Mittwoch korrigiert. "Die verkürzte Form gibt meine Aussagen in diesem Interview unzureichend wider. Zusätzliche Maßnahmen im Marketing- und Transferbereich werden für die Finanzierung der Saison 2004/2005 angestrebt." Meier legt wert auf die Feststellung, dass die laufende Saison finanziell gesichert ist.
Zwei Tage vor dem Revier-Derby zum Rückrunden-Auftakt der Bundesliga am Freitag (20.30 Uhr) mit den Dortmundern. "Das tut schon weh, wenn ein Rivale solche Probleme bekommt. Wir brauchen im Ruhrgebiet zwei starke Vereine. Ich hoffe deshalb, dass die Dortmunder aus diesen Turbulenzen herauskommen und wieder zum normalen Tagesgeschäft übergehen können", meinte Assauer.
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