Ausgemusterter Rietpietsch: "Es bringt doch nichts, jetzt herum zu heulen"
VON ROLAND LEROI - zuletzt aktualisiert: 20.01.2006 - 10:08Duisburg (RP). Mike Rietpietsch nahm es gefasst auf, dass er ebenso wie die Arbeitskollegen Kai Michalke, Josef Ivanovic und Nasir El Kasmi in den Plänen von MSV-Trainer Kohler keine Rolle mehr spielen. Roland Leroi sprach mit dem 31-Jährigen, der erst vergangenen Sommer zum MSV wechselte, aber nie wirklich über den Reservistenstatus hinauskam.
Mike Rietpietsch, was genau hat Ihnen Jürgen Kohler mitgeteilt?
Rietpietsch: Der Trainer hat mir gesagt, dass ich künftig nicht mehr spielen werde. In sein System passe ich nicht rein. Es war ein offenes Gespräch, wenn der Trainer andere Vorstellungen hat, muss ich das akzeptieren. Ehrlich gesagt hatte ich damit schon gerechnet. Bereits im Trainingslager merkte ich, dass ein anderes System bevorzugt wird und ich hinten anstehe.
Sind Sie sauer?
Rietpietsch: Ach was, es bringt doch nichts, jetzt herum zu heulen. Außerdem verlief das Gespräch ja nicht im Streit. Wir können uns ins Gesicht schauen. Ich bin schon lange dabei und weiß, was im Fußball alles passieren kann. Herr Kohler hat mir versichert, dass mir keine Steine in den Weg gelegt werden.
Wie geht es bei Ihnen weiter?
Rietpietsch: Ich habe jetzt rund zehn Tage Zeit, um einen neuen Verein zu suchen, nehme aber nicht das nächstbeste Angebot an. Natürlich ist meine Situation als Familienvater nicht schön, im Zweifelsfall bin ich aber abgesichert. Mein Vertrag läuft noch bis Sommer 2007. Finde ich keinen passenden Verein, gebe ich eben weiter beim MSV im Training Gas. Mein Vorteil ist, dass ich fit bin und sofort einsteigen könnte.
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