Kahn gibt Schalke einen Korb: "Das Angebot kam sechs Monate zu früh"
zuletzt aktualisiert: 27.03.2009 - 18:23Gelsenkirchen (RPO). Bei Bundesligist Schalke 04 geht das Chaos weiter. Einen Tag, nachdem die "Königsblauen" Trainer Fred Rutten beurlaubten, hat Wunsch-Manager Oliver Kahn dem Revierklub am Freitagnachmittag abgesagt.
Damit geht die Manager-Suche auf Schalke weiter. "Ich hätte es supergerne gemacht, aber das Angebot kam sechs Monate zu früh", sagte Kahn dem Fachmagazin "Kicker". Er habe noch zu viele Verpflichtungen. "Es ist aber nicht schlimm, das reißt uns nicht um", führte Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies weiter aus.
"Schalke braucht einen Manager, der 100 Prozent seiner Zeit einbringen kann. Das kann ich allerdings nicht. Mir ist diese Entscheidung sehr schwer gefallen. Schalke ist eine große Herausforderung", ergänzte Kahn im Gespräch mit der "Bild".
Vor dem Ex-Nationaltorhüter hatten bereits zahlreiche prominente Vertreter dankend abgelehnt, die Nachfolge des geschassten Andreas Müller anzutreten. Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen sowie Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hatten den "Knappen" bereits vorher abgesagt.
Derweil hat Schalkes Präsident Josef Schnusenberg bestätigt, dass Schalke einen Interimstrainer bis zum Saisonende beschäftigen will. Die bisherigen Assistenten Mike Büskens und Youri Mulder bleiben demnach in der zweiten Reihe. Das gab Präsident Josef Schnusenberg am Freitag bekannt.
"Die beiden gehörten zum Team von Fred Rutten. Daher sehen wir es als die bessere Lösung an, einen Trainer von außen dazuzuholen", erklärte Schnusenberg.
Der neue Chefcoach, der dem am Donnerstagabend beurlaubten Rutten folgen soll, bleibt nur für zwei Monate im Amt. "Es kann nur eine Lösung für neun Spiele sein", sagte Schnusenberg: "Der Trainer, der die Mannschaft für die Zukunft aufbauen soll, muss vom neuen Manager ausgesucht werden."
Aber das kann nach der Absage von Kahn noch dauern. Tönnies muss sich jetzt erst einmal neu orientieren. Das Chaos auf Schalke ist noch lange nicht beendet.
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