Kommentar: Der Druck auf Neuer wird größer
zuletzt aktualisiert: 01.02.2008 - 12:04Gelsenkirchen (RP). In Mesut Özil (19) verliert Schalke 04 einen hoch veranlagten Spieler, dessen Name für die vorzügliche Jugendarbeit des Vereins steht. Auch Manuel Neuer (21) ist aus der königsblauen Talentschmiede hervorgegangen. Als Trainer Mirko Slomka ihn im Herbst 2006 anstelle von Frank Rost zur neuen Nummer eins beförderte, erlebte der Torhüter ein märchenhaftes Premierenjahr.
Die Saison 07/08 indes steht für Neuer unter keinem glücklichen Stern. Anders als der nach wie vor überzeugende Leverkusener René Adler (23) hat er sich schon eine bedenkliche Reihe von Fehlern geleistet - auch bei der Pokalniederlage am Mittwochabend in Wolfsburg, als er kurz vor Schluss der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 1:1 verschuldete. Rost dagegen hat maßgeblichen Anteil am Aufschwung des Hamburger SV, und er wird sich über die Entwicklung beim Ex-Klub seine eigenen Gedanken machen.
Als Mathias Schober im vergangenen Sommer von Rostock nach Gelsenkirchen zurückkehrte, wusste er um die eindeutige Rollenverteilung beim Revierklub. Der 31-Jährige kam als zweiter Torhüter hinter dem jungen Kollegen. Aber mit jedem neuen Patzer verliert Neuer seine überragende Position in der Mannschaft. Er macht damit auch seinem Trainer die Arbeit immer schwerer.
Bisher steht Slomka hinter ihm. Zu Recht. Doch der Druck, der auf dem Coach und der Mannschaft lastet, ist immens groß. Für die Aufholjagd in der Bundesliga und für die Champions League braucht Schalke einen starken Rückhalt. Findet Neuer nicht schon bald zu seiner früheren Sicherheit, kommt Slomka irgendwann doch nicht mehr daran vorbei, ihm den erfahrenen Schober vorzuziehen.
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