Beckenbauer zum Schalker Interesse: Entscheidung für Kahn "wäre mutig"
zuletzt aktualisiert: 21.03.2009 - 10:36Gelsenkirchen/München (RPO). Die ersten Verhandlungen zwischen Oliver Kahn und Schalke 04 sind offenbar gut gelaufen. S04-Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies erklärte zuletzt, der Ex-Nationaltorhüter werde mit "hoher Wahrscheinlichkeit" neuer Manager bei den Königsblauen. Bayern-Präsident Franz Beckenbauer fände ein Engagement Kahns "mutig".
"Es wäre mutig von Clemens Tönnies, wenn er sich für einen Neuling im Geschäft entscheiden sollte", sagte der "Kaiser" in der "Bild"-Zeitung. Allerdings würde der Weltmeister von 1974 Kahn den Job durchaus zutrauen: "Dass er es könnte, steht für mich fest. Oliver Kahn ist ein junger und intelligenter Mensch, der mit Uli Hoeneß 14 Jahre lang den besten Lehrmeister hatte."
Bayern-Legende Kahn könnte laut Beckenbauer von einer Luftveränderung profitieren. "Für Kahn wäre es vielleicht ganz gut, wenn er mal auf Schalke in einen anderen Klub käme. Neue Umgebung, neue Mannschaft – das kann hilfreich sein bei einem Start in eine neue Karriere", erklärte der 63-Jährige.
Der 39-jährige Kahn hatte sich am Donnerstagvormittag mit Tönnies im Königs Hotel am Schlosspark in dessen Heimatstadt Rheda-Wiedenbrück getroffen, nachdem er von einer Geschäftsreise nach China zurückgekehrt war.
"Wir haben uns darauf verständigt, in zwei bis drei Wochen noch mal zu telefonieren", hatte Tönnies gesagt, der nun dem Aufsichtsrat Bericht erstatten und den Vorstand informieren wird: "Es gibt eine Menge anderer Kandidaten, mit denen ich schon gesprochen habe und noch sprechen werde. Schalke ist eben ein geiler Klub, da wollen viele hin." Zuletzt waren unter anderem Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, Ex-Trainer Huub Stevens und Felix Magath im Gespräch.
Schalke hatte Manager Müller am 9. März beurlaubt und fünf Tage später offiziell aus dem Vorstand abberufen. Der Ex-Profi, dem vor allem verfehlte Personalpoltik vorgeworfen wurde, hatte 2006 die Nachfolge von Rudi Assauer angetreten. Derzeit hat der ebenfalls umstrittene Trainer Fred Rutten die sportlichen Aufgaben des Managers mit übernommen.
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