Nicht-Nominierung für Schweiz-Spiel: Jones geht auf Bundestrainer Löw los
zuletzt aktualisiert: 27.03.2008 - 09:04Düsseldorf (RPO). Als die deutsche Nationalmannschaft ein überzeugendes 4:0 im Testspiel gegen die Schweiz in Basel einfuhr, saß Jermaine Jones mit dickem Hals vor dem Fernseher. Der Mittelfeldspieler des Bundesligisten Schalke 04 war stinksauer auf Bundestrainer Joachim Löw.
Jones kann seine Nicht-Berücksichtigung für den EM-Härtetest bei den Eidgenossen überhaupt nicht nachvollziehen. "Einige Spieler haben wohl einen WM-Bonus. Löw hat gesagt, dass er neue Spieler für die EM testen will. Mich hat er aber anscheinend nicht lange genug getestet", sagte Jones der "Bild"-Zeitung.
Ob sich Löw diese Attacken gefallen lässt? Die Anschuldigungen könnten dem im vergangenen Sommer von Frankfurt nach Schalke gewechselten Jones die Zukunft in der Nationalmannschaft verbauen - zumindest solange wie Löw auf der Bank des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sitzt.
Jones selbst hat die Hoffnung auf die EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz fast schon aufgegeben. "Es wird ganz eng für mich mit der EM", erklärte er nach der Nicht-Nominierung für das Schweiz-Spiel. Dabei hatte Löw dem Schalker Hoffnung gemacht und Jones beim 3:0 in Österreich Anfang Februar den ersten Einsatz im DFB-Trikot geschenkt - allerdings nur für acht Minuten.
Der Mittelfeldspieler klammert sich trotz des Rückschlages an den letzten Strohhalm. "Ich werde trotzdem alles geben und versuchen, durch Leistung zu überzeugen", so Jones. Möglich, dass alle Versuche nach seinen Aussagen zwecklos sind.
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