Kommentar: Markige Worte aus Schalke
VON FRIEDHELM KÖRNER - zuletzt aktualisiert: 17.01.2008 - 12:26Düsseldorf (RPO). Schalkes Vorsitzender Josef Schnusenberg hat markige Worte gewählt. Im sonnigen Trainingslager des Vizemeisters in der Türkei sagte er vor einer Woche, in vier, fünf Jahren wolle sein Verein auf Augenhöhe mit dem FC Bayern sein, und er gehe davon aus, dass die Gelsenkirchener bis dahin die Meisterschaft gewinnen würden.
Jetzt wird er in der "Sport Bild" mit der Ankündigung zitiert, Schalke werde zu einem der reichsten Klubs der Welt. Nach 2015, wenn die letzte Arena-Rate gezahlt worden sei, werde man im Geld schwimmen.
Es ist das gute Recht eines Vorstands, von rosigen Zeiten zu träumen, hohe Ziele abzustecken und sie auch in der Öffentlichkeit zu vertreten. Vor dem Hintergrund der spektakulären Kraftakte im fernen München und der eigenen Verbindlichkeiten wirkt die Vision, mit den Bayern gleichzuziehen, aber erst einmal sehr mutig.
Viele dürften sie vollmundig nennen. Und so mancher wird sich daran erinnern, wie sich der Schalker Nachbar in Dortmund übernommen hat bei dem Versuch, sich als erster Rivale des Branchenführers zu etablieren. Aus den folgenschweren Fehlern des BVB dürfte man allerdings in Gelsenkirchen gelernt haben.
Die Kampfansage aus Schalke steigert die Spannung vor dem Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga noch einmal zusätzlich. Jenes Fieber, das durch die aufsehenerregende Entwicklung in München um Jürgen Klinsmann ohnehin schon in unermessliche Höhen getrieben worden ist. Über eins muss sich Schnusenberg freilich im Klaren sein: Irgendwann wird er an seinen Worten gemessen.
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