Streit um Peking: Rafinha: Olympia statt Schalke 04
zuletzt aktualisiert: 20.07.2008 - 10:53Neuss (RPO). Der Streit in der Bundeliga um Peking spitzt sich zu. Der brasilianische Profi Rafinha will nicht mit ins Trainingslager von Schalke 04, er will lieber mit Brasilien zu Olympia. Auch Diego und Werder Bremen sich sich uneins.
"Ich glaube nicht, dass ich Montag mit Schalke ins Trainingslager fliege, sondern Dienstag mit Brasilien zu Olympia", sagte der 22-jährige Rafinha gegenüber der "Bild am Sonntag". Das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Person von Jacques Rogge pocht auf die Abstellung der Spieler unter 23 Jahre für das Turnier in Peking und beruft sich dabei auf Statuten des Fußball-Weltverbandes Fifa.
Damit könnte der Wirbel um die Olympia-Freigabe zumindest bei den Königsblauen in einem offenen Streit zwischen Arbeitnehmer Rafinha und Arbeitgeber Schalke münden. Denn S04-Manager Andreas Müller erklärte dem sid unmissverständlich, dass er auf keinen Fall Spieler für das olympische Turnier abstellen werde: "Wir haben uns sehr eindeutig geäußert. Rafinha bleibt. Wir brauchen ihn in der Vorbereitung, in der Meisterschaft sowie in den Qualifikationsspielen zur Champions League. Das ist unser letztes Wort."
Auch Diego will nach Peking
Auch bei Werder Bremen ist die Stimmung offensichtlich gereizt. Mittelfeldstar Diego, der nominiert wurde und offenbar unbedingt nach Peking möchte, versprüht im Training nach Meinung vieler Beobachter nicht gerade viel Freude am Fußball.
Die Haltung des Vizemeisters hat sich nicht geändert, der Schlüsselspieler wird nicht abgestellt. "Solange sich die Fifa nicht klar anderweitig äußert, beharren wir auf unserem Standpunkt", sagte Manager Klaus Allofs.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.







