Nach Interview: Schalke droht Özil mit Tribüne
zuletzt aktualisiert: 29.01.2008 - 12:02Gelsenkirchen/Hannover (RPO). Mesut Özil wird die nächste eineinhalb Jahr beim Bundesligisten Schalke 04 womöglich auf der Tribüne verbringen. Nach dem Interview des Youngster im Fachmagazin "kicker" haben die Verantwortlichen dem U21-Nationalspieler gedroht.
"Nach diesem Interview ist die Tür zu. Ich sehe keine Möglichkeit, noch etwas zu retten", sagte S04-Trainer Mirko Slomka. Der 19-Jährige hatte Schalkes Manager Andreas Müller in dem Interview vorgeworfen, "sich nicht an Absprachen" gehalten zu haben. Außerdem wehrte er sich vehement gegen das Image als geldgieriger Jungstar und sprach von einer "schmutzigen Kampagne".
Slomka wird Özil indes nicht vom Trainingsbetrieb bei den Königsblauen ausschließen: "Er hat Vertrag bis 2009 und trainiert bei uns, dabei bleibt es. Außer, dass er nicht spielt." Müller ergänzte, dass der hochveranlagte Teenager wechseln könne, sofern die Ablöse stimme: "Wenn ein Angebot für ihn kommt, das unseren Vorstellungen entspricht, kommt es zum Wechsel. Ansonsten bleibt er hier!"
Kontakte zu Hannover?
Schalke wirft dem gebürtigen Gelsenkirchener vor, eine mündliche Einigung auf einen neuen, deutlich höher dotierten Vertrag bis 2011 nicht eingehalten zu haben. Özil bestätigte inzwischen Kontakte zum Schalker Ligakonkurrenten Hannover 96. Er dementierte indes, dass auch der deutsche Meister VfB Stuttgart Interesse bekundet habe. Die Wechselfrist endet am kommenden Donnerstag (31. Januar).
Hannover will über eine mögliche Verpflichtung Özils intern beraten. Allerdings stufen die Niedersachsen die Chance auf einen Transfer des bei den Gelsenkirchenern in Ungnade gefallenen Top-Talents aufgrund der angeblich geforderten Ablösesumme in Höhe von rund sieben Millionen Euro als eher gering ein.
"Mesut ist ein sportlich sehr interessanter Spieler und es gab auch Kontakt. Martin Kind, Christian Hochstätter und ich müssen uns intern aber erst einmal darüber im Klaren werden, ob wir dahinpreschen wollen, was Schalke verlangt. Momentan sieht es ganz klar nicht danach aus", sagte 96-Trainer Dieter Hecking, in dessen System Özil die bislang nicht optimal besetzte Rolle hinter den Spitzen einnehmen könnte.
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