Kommentar: Schalke kann Kahn gebrauchen
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 20.03.2009 - 11:28Gelsenkirchen (RP). Er will ja nun nicht von Borussia Dortmund zu Schalke 04 wechseln. Obwohl es auch das schon gegeben hat. Und obwohl der Erfinder des Schalker Weltklub-Gefühls, ein gewisser Rudi Assauer, mit dem BVB mal Europapokalsieger war. Nicht mal das haben sie ihm in Gelsenkirchen lange übel genommen.
Deswegen kann Oliver Kahn durchaus der Mann sein, den Schalke jetzt gebrauchen kann. Auch wenn der gebürtige Karlsruher mit Bayern München fest verbunden zu sein scheint und ihm deshalb namentlich die Fanklubs sicher keinen allzu herzlichen Empfang bereiten werden.
Immerhin darf der frühere Titan im Tor der Nationalmannschaft einige Trümpfe mit ins Feld führen. Er ist unverbraucht im Managerwesen, genießt bei Spielern und Vereinsverantwortlichen hohes Ansehen, kennt das Geschäft aus eigener Anschauung und hat nun fast ein Jahr im fußballerischen Ruhestand hinter sich. Das lässt ihn vieles gelassener sehen. Niemand muss mehr befürchten, dass ihn Kahn in den Hals beißt, wenn die Argumente vielleicht mal nicht reichen.
Zahm ist er sicher trotzdem nicht geworden. Schalke bekäme auf jeden Fall einen starken Mann. Und einen neuen Medienstar. Aufsichtsrat Clemens Tönnies muss dann mit weniger Blitzlicht leben. Kahns Verpflichtung würde deshalb auch für ihn sprechen.
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