Fußball-Kommentar: Schalke sonnt sich im Magath-Licht
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 06.05.2009 - 18:59Düsseldorf (RPO). Die Republik ist mal wieder in ihren Grundfesten erschüttert. Gut eine Woche nach Brennpunkt-Sendungen über Klinsmanns Abschied im Abendprogramm eilten zunächst in Wolfsburg und ein Stündchen später in Gelsenkirchen wesentliche Persönlichkeiten der Zeitgeschichte vor die Weltpresse, der sie unerhörte Neuigkeiten zu unterbreiten hatten.
Felix Magath durfte am Sitz des bekanntesten Volkswagen-Werks der Bundesliga bestätigen, dass er künftig für Schalke arbeiten wird. Und der ebenfalls ziemlich berühmte Fleischwaren-Hersteller Clemens Tönnies bestätigte auf Schalke diese Bestätigung. Allerhand.
Tönnies gelang es bei dieser Gelegenheit mal wieder, trotz der verblüffenden Ähnlichkeit mit einem real existierenden adligen Wirtschaftsminister die Sprache des Volkes zu pflegen. Man habe, dozierte der Unternehmer, über den Wechsel, der wohl schon länger feststand, „die Schnauze gehalten”.
Vielleicht hätte er dazu gleich noch Schnittchen mit Gurkenscheiben, ein Pilsken und Blaumänner verteilen sollen. Das halten auch manche für volkstümlich.
Natürlich sonnte sich der Chef des Schalker Aufsichtsrats voller Genuss im Licht der prominenten Verpflichtung - ganz im Bewusstsein, dass ein paar dicke Strahlen schon noch auf ihn fallen würden (wegen späterer Brennpunkt-Sendungen im Abendprogramm).
Und so ganz nebenbei unterstrich er mit seinem Auftritt, wer bei Schalke das Sagen hat. Tönnies ist jedenfalls ziemlich gleich, wer unter ihm Vorsitzender ist.
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