Bundesliga-Kommentar: Schalke übt den schlechten Stil
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 09.03.2009 - 08:18Düsseldorf (RP). Schalke 04 hat zweimal hintereinander in der Bundesliga gewonnen. Früher reichte so etwas locker, Verstimmungen zwischen den feierlustigen Fans und der Mannschaft zu beenden. Heute nicht mehr. Der Ärger des treuen Publikums sitzt zu tief. Seit Jahren wird es mit dem leeren Versprechen, nun bald richtig guten Fußball erleben zu dürfen, vertröstet. Es protestiert zu Recht gegen armselige Darbietungen des nach Bayern München zweitteuersten Kaders.
Der Aufsichtsrat scheint finster entschlossen, dem Volk ein Bauernopfer zu bringen. Die Tage von Manager Andreas Müller sind offenkundig gezählt. Daran ist in der Sache nichts zu bemäkeln. Der Stil dieses schleichenden Rauswurfs ist allerdings diskussionswürdig. Denn der Aufsichtsratschef Clemens Tönnies nutzt die öffentliche Demontage des Managers, um sich als starker Mann auf Schalke möglichst häufig im Glanz der Berichterstattung zu sonnen. Ein völlig überflüssiger Akt der Selbst-Inszenierung.
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