Nicht jeder Transfer ist ein Glücksgriff, das beweisen Schalkes schlimmste Fehleinkäufe. Ze Roberto II sagte: „Training um 10 Uhr ist mir zu früh, das Wetter ist zu schlecht – da bleibe ich lieber in Brasilien.“ Der Brasilianer kassiert 1,2 Millionen Euro pro Jahr fürs Nichtstun. Drei Millionen Ablöse zahlte Schalke Botafogo de Futebol e Regatas.
Jose Manuel Jurado wechselte 2010 zu den Schalkern, schlappe elf Millionen Euro bezahlten die "Knappen" für den Transfer. Bisher konnte der Spanier aber nicht überzeugen, in zwei Jahren lief er nur 44 Mal auf.
Orlando Engelaar wechselte im Juli 2008 für über fünf Millionen Euro nach Schalke. Der Mittelfeldspieler brachte nichts und verliße die Königsblauen ein Jahr später für etwa vier Millionen Richtung Eindhoven.
Mimoun Azaouagh wagte gleich zwei Mal das Abenteuer Schalke. 2005 kam er für geschätzte 650.000 Euro aus Mainz, spielte vier Mal für Schalke, um ein Jahr später wieder nach Mainz zurückzukehren. 2007 folgte der zweite Versuch, der nach einem halben Jahr und fünf Einsätzen endete. Im Winter verließ er Gelsenkirchen Richtung Bochum.
Ivan Rakitic kam 2007 für drei Millionen vom FC Basel. Er wurde als neuer Spielmacher gelobt und die Bosse setzten hohe Erwartungen in den Jung-Nationalspieler. Mittlerweile spielt er gar nicht mehr in Deutschland, Sevilla bot zwei Millionen für ihn.
Albert Streit kam im Sommer 2008 für 2,5 Millionen Euro aus Frankfurt, spielte vier Mal und wurde in der Winterpause suspendiert. Wechsel nach Hamburg, Rückkehr im Sommer. Unter Felix Magath gleich die nächste Suspendierung. Streit wurde zu den Amateuren abgeschoben, kassierte trotzdem die Prämien für das Bundesliga-Team und wurde schließlich fristlos gekündigt.
Peter Lövenkrands wurde ebenfalls nicht glücklich. Schalke löste den Vertrag von dem Stürmer im Januar 2009. Der Däne, der im Sommer 2006 ablösefrei von den Glasgow Rangers gewechselt war und bei den Königsblauen nur selten überzeugte (44 Ligaspiele, 6 Tore), besaß noch einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2009.
Eduard Glieder galt als Österreichischer Torgarant. Kam für 500.000 Euro, erzielte in 16 Ligaspielen zwei Treffer. Seinen Abgang nach nur einem Jahr bemerkte kaum einer.
Gustavo Varela kostete Schalke bei seinem Wechsel von Nacional Montevideo zwei Millionen Euro. In sechseinhalb Jahren kam der Uruguayer 82 Mal zum Einsatz, konnte sich aber nie durchsetzen.
Carlos Grossmüller kam für 3,5 Millionen Euro vom FC Danubio Montevideo. Spielte in seiner ersten Saison 07/08 nur elf Mal. Wurde nur durch seine Rote Karte bekannter und kassierte in den Medien den Titel "feiger Würger von Schalke". Grossmüller trainierte nur noch bei den Amateuren und verdient nun sein Geld bei US Lecce.
Radmilo Mihajlovic kam für die damalige Rekordablöse von drei Millionen D-Mark 1990 von Bayern München ins Ruhrgebiet. Galt als der absolute Stareinkauf des damaligen Präsidenten Günter Eichberg, konnte dies aber nie bestätigen. Schoss in 58 Spielen lediglich zwölf Tore. Wurde 1993 zur Frankfurter Eintracht weitergereicht. Uli Hoeneß dürfte sich heute noch aufgrund der Schalker Dummheit die Hände reiben.
Bent Christensen ebenfalls ein Millionen-Transfer der Ära Eichberg. Kam 1991 für 2,5 Millionen D-Mark von Brönby Kopenhagen. Zusammen mit Mihajlovic sollte er das neue Schalker Traum-Duo im Sturm werden. Aber auch er entwickelte sich zum Flop. Nach nur zwei Jahren und acht Toren in 49 Spielen wurde er wieder abgegeben. Diese beiden Millionen-Transfers wurden Eichberg zum Verhängnis - der Schalker Schuldenberg war auf 20 Millionen D-Mark angewachsen.
Hami Mandirali fiel den Schalker Verantwortlichen 1996 im Uefa-Cup-Zweitrunden-Spiel gegen Trabzonspor auf. Hami erzielte beim 3:3 im Rückspiel zwei Treffer. Der Türke kam zur folgenden Saison 1998/99 für sieben Millionen D-Mark zu den Königsblauen, schoss in 22 Spielen drei Tore, allerdings erst in den letzten beiden Spielen. Nach nur einem Jahr zog es ihn zurück in die Türkei.