Nach Pleite in Leverkusen: Slomka bei Schalke vor dem Aus?
zuletzt aktualisiert: 26.02.2008 - 13:07Gelsenkirchen (RPO). Einige wütende Schalke-Fans hatten nach der 0:1-Pleite der "Königsblauen" bei Bayer Leverkusen schon den Rauswurf von Trainer Mirko Slomka gefordert. Tatsächlich könnte der 40-jährige schon bald seinen Job los sein. Angeblich sondieren die Klub-Bosse das Feld bereits nach möglichen Nachfolgern.
Dies zumindest berichtet die "Bild" und bezieht sich dabei auf brisante Aussagen von Schalkes Präsident Josef Schnusenberg. "Vielleicht brauchen wir auf Schalke wirklich mal einen Chefcoach, der großes internationales Standing hat", hatte der 67-Jährige verlauten lassen. Rückendeckung für Slomka hört sich anders an.
"Wir haben Handlungsbedarf, doch es wird keinen Schnellschuss geben", erklärte Schnusenberg weiter. Vorstand und Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies beraten offenbar über die alarmierende Lage des Vizemeisters. Auch die Personalie Slomka soll im Rahmen dieser Gespräche angeblich Thema sein.
Schnusenberg kündigte jedoch an, zunächst mit Slomka über die aktuelle Situation sprechen zu wollen. Nach der Pleite gegen den direkten Konkurrenten Bayer Leverkusen sind die "Königsblauen" im Rennen um einen Champions-League-Platz weiter zurückgefallen, die Fans machten ihrem Unmut mit "Slomka raus"-Rufen Luft. Er wolle "durchaus auch ergebnisbezogen" mit Slomka sprechen, sagte Schnusenberg der "WAZ".
Der Trainer, der seit Januar 2006 im Amt ist, kämpft im Spitzenspiel am Samstag (15.30 Uhr/LIVE-Ticker) gegen Tabellenführer Bayern München sowie im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am 3. März beim FC Porto um seinen Job.
Von einem Ultimatum wollte der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies zwar nicht sprechen. "Vor den Spielen gegen Bayern und Porto passiert mit Sicherheit nichts", sagte der starke Mann auf Schalke der "Westfälischen Rundschau", gab aber zu, er könne "die eine oder andere personelle Entscheidung des Trainers nicht nachvollziehen".
Schnusenberg hatte zuletzt Unverständnis darüber geäußert, dass Slomka die Neuzugänge Albert Streit, Ze Roberto und Vicente Sanchez nur sehr selten einsetzte. Das Trio war in der Winterpause für rund sechs Millionen Euro verpflichtet worden, um das Saisonziel Champions-League-Teilnahme noch zu erreichen.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll Manager Andreas Müller bereits mit der Suche nach einem Nachfolger für Slomka beauftragt worden sein. Schnusenberg, der sich am Dienstag nicht zur Trainerdiskussion äußern wollte, hatte zuvor erklärt, noch keinen Kandidaten in der Hinterhand zu haben.
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