Kommentar: Folgt Klopp auf Hitzfeld?
VON KOMMENTAR VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 05.03.2007 - 19:39Düsseldorf (RP). Im Sommer ist Schluss. Dann geht Ottmar Hitzfeld wieder ins Fernsehstudio und analysiert entspannt das Fußballgeschehen. Das hat Bayern Münchens Trainer am Wochenende bekräftigt. Und sein Klub muss zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die Suche nach einem Fußballlehrer gehen.
Das wird nicht leicht. Denn dem Anforderungsprofil des Rekordmeisters entsprechen wenige. Dabei ist die erste Hürde vergleichsweise niedrig. Deutsch soll nämlich der neue Mann sprechen. Da werden die wenigsten aktuellen Bundesligatrainer durchfallen.
Schwieriger wird’s schon bei Punkt 2: Ausstrahlung und Medientauglichkeit. Zarte Mauerblümchen sind ebenso wenig erwünscht wie krakeelende Halbhooligans. Und ganz problematisch ist Punkt 3: fachliche Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit.
Auch ohne offizielles Bewerbungsschreiben kommen für diesen Job in der Bundesliga gerade mal drei Männer in Frage: Mirko Slomka, Hans Meyer und Jürgen Klopp.
Gegen Slomka spricht die bevorstehende Vertragsverlängerung auf Schalke. Gegen Meyer spricht vor allem sein Alter. Der 64-jährige steht kurz vor der Rente und nicht für langfristige Aufbauarbeit.
Bleibt Klopp. Der hat den klinisch toten Patienten Mainz wieder belebt, über Jahre mit einem Außenseiter sehenswerten Fußball gespielt. Und er hat selbst einem nicht unbedingt einschlägig vorgebildeten Fernsehpublikum während der WM die Grundzüge von Fußballtaktik vermitteln können. Das qualifiziert ihn auch für den ganz großen Job.
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