Fortuna Düsseldorf: Meier fordert seine Führungsspieler
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 07.04.2012 - 08:51Bei der 1:2-Niederlage in Rostock machte Fortuna vieles falsch. Trainer Norbert Meier nimmt seine Routiniers nun in die Pflicht, voranzugehen. Als Beispiel führt er Jens Langeneke an, der Ranisav Jovanovic den Vortritt beim Elfmeter ließ.
Am Sonntag wird Wolf Werner 70 Jahre alt. Der Fortuna-Manager gönnt sich daher über die Ostertage eine Auszeit. „Ich schalte mein Handy einfach aus. Nach diesem Spiel muss ich regenerieren“, erklärte er nach der 1:2-Pleite beim Letzten der 2. Fußball-Bundesliga, Hansa Rostock.
Die Fassungslosigkeit bei allen Beteiligten war greifbar. „Eigentlich müssen wir uns bei den Leuten, die hierher gefahren sind, und sich womöglich noch einen Tag Urlaub genommen haben, entschuldigen“, erklärte Trainer Norbert Meier. Der Coach ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Wir waren heute teilweise gute Doppelpasspartner des Gegners.“
Eigentlich nur eine Randepisode, bildete die 76. Spielminute doch ein Spiegelbild der derzeitigen Situation bei Fortuna: Die klarste Torchance, die eine Mannschaft haben kann, bot sich den Gästen beim Stand von 0:2: Elfmeter. Jens Langeneke, etatmäßiger Strafstoßschütze, machte sich von hinten auf den Weg Richtung gegnerischem Strafraum. Der Interimskapitän hatte gegen Braunschweig zuletzt seinen ersten Elfmeter der Saison (nach neun erfolgreichen Versuchen) verschossen. Langeneke stoppte aber in des Gegners Hälfte, sah, dass sich der zuvor eingewechselte Ranisav Jovanovic die Kugel geschnappt hatte.
„Ich habe Jens gesagt, dass ich mich gut fühle, ich fühlte mich auch sicher, jetzt muss ich damit leben, dass ich irgendwie auch der Depp bin“, sagte Jovanovic. Der 31-Jährige schoss zu unplatziert, Jörg Hahnel im Rostocker Tor parierte. „Das ist sinnbildlich. Spieler müssen Verantwortung übernehmen. Da erwarte ich auch von Jens, dass er wieder beim Elfmeter antritt. Auch wenn er zuvor einen mal verschossen hat“, sagte Meier, der aber auch relativierte: „Es ist mir heute zu einfach, das Ganze auf einzelne Spieler zu schieben.“
Vor dem zweiten Gegentreffer zeigte sich eine weitere Facette, die Fortuna am Ende in der Hansestadt wertvolle Punkte kostete: Unkonzentriertheit. Adam Bodzek schaute - anstatt einfach weiterzuspielen - zum Unparteiischen Robert Hartmann, ob dieser denn ein Foulspiel gepfiffen hätte. Marek Mintal nutzte die Situation, luchste Bodzek den Ball ab und Tobias Levels musst doch zum Foulspiel greifen. Den anschließenden Freistoß bugsierte Oliver Fink unglücklich ins eigene Netz.
Das Auftreten des Teams veranlasste Werner zur Analyse: „Wir haben uns alle hochjubeln lassen, in einer Art und Weise, die nicht gerechtfertigt war. Aber wir haben auch super gespielt. Jetzt brauchen wir nichts schönreden. Wenn außer Lukimya und Almer keiner Normalform erreicht, wird es schwer.“























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