Eintracht Frankfurt: Funkel darf in Ruhe arbeiten
zuletzt aktualisiert: 13.01.2006 - 14:36Vale do Lobo/Frankfurt (rpo). Im Trainingslager des Bundesligisten Eintracht Frankfurt herrscht so viel Ruhe wie lange nicht mehr. Trainer Friedhelm Funkel und seine Mannen können sich gezielt auf die Rückrunde vorbereiten und werden dabei nicht mit Querelen rund um den Verein gestört. Zudem hat Funkel die absolute Rückendeckung von Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen.
"Die Stärke von Friedhelm Funkel ist, dass er aus dem vorhandenen Material und eben auch ohne Stars eine gute Mannschaft formen kann", erklärte Bruchhagen: "Und gerade unsere jungen Spieler sind unter ihm besser geworden."
Wo bei den Ligakonkurrenten Trainerentlassungen an der Tagesordnung waren, hielt Bruchhagen an seinem Coach fest und fühlt sich in seinem Vertrauen bestätigt: "Der Hype der Entlassungen in der Hinrunde war doch absurd und rückt schon in die Nähe der Peinlichkeit."
Das Ziel in der Rückrunde ist für Bruchhagen, unter dem die Eintracht ihren Ruf der wankelmütigen Diva vom Main abgelegt hat, klar: "Wir wollen den Schwung nutzen und unseren Platz möglichst verteidigen." Mit dem Abstieg will der Tabellenzehnte nichts zu tun haben.
Doch Funkel bleibt sich auch in erfolgreichen Zeiten treu und tritt trotz des eindrucksvollen Schlussspurts in der Hinrunde und nur noch fünf Punkten Rückstand auf einen UEFA-Cup-Rang auf die Euphoriebremse. "Wir müssen und werden weiter hochkonzentriert arbeiten. Gerade das Programm zum Rückrundenauftakt hat es in sich."
Hoffnung kann sich der stets etwas bärbeißig wirkende Coach noch auf eine Verstärkung in der Offensive machen. Der japanische Nationalstürmer Naohiro Takahara soll vom Ligakonkurrenten Hamburger SV an den Main wechseln. "Wir sind uns mit dem Spieler einig", erklärt Bruchhagen: "Am Sonntag wird es noch ein Gespräch mit dem HSV geben, dann wird eine Entscheidung fallen."
Doch auch so fühlt sich die Eintracht gerüstet - zumal vor allem das Konzept mit vielen jungen deutschen Profis aufgegangen ist. Spieler wie Patrick Ochs (21), Alexander Meier (22) oder Benjamin Köhler (25) haben bereits für Furore gesorgt. "Wir haben uns vor zwei Jahren - natürlich auch aus der finanziellen Situation heraus - für diesen Weg entschieden", erklärt Bruchhagen: "Ich kann und will keinen Rat für andere Vereine geben, aber wir haben mit unserer Einschätzung richtig gelegen."
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