MSV Duisburg: Georg Koch - der Chef im Tor
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 25.05.2006 - 11:00Duisburg (RP). Einer wie er spielt beim MSV seit zwei Jahren auf konstant hohem Niveau, also muss sich einer wie Georg Koch um die nähere Zukunft nicht groß sorgen. Der „Schorsch“ befindet sich in dieser für ihn angenehmen Lage. Sportlich top, als wesentliche Figur innerhalb der Mannschaft von Wichtigkeit - der Routinier ist eigentlich unverzichtbar. Des Torwarts Vertrag läuft noch bis Ende Juni nächsten Jahres, und angedacht ist von Seiten der Entscheidungsträger, in diesem Fall von Walter Hellmich, dass es schnell Gespräche von Bedeutung geben soll. Inhalt: Vorzeitige Vertragsverlängerung.
Das könnte eine relativ einfache Kiste werden, weil der Routinier ohne Berater auskommt, weil deshalb nicht so viele Klippen umschifft werden müssen wie bei allen übrigen Arbeitskollegen. Da soll’s dann auch schon um Fakten gehen: Verlängerung des Vertrages, vielleicht Anschlussmöglichkeiten nach dem Ende der Laufbahn im Verein. „Wenn ich über 2007 hinaus bleibe, dann werde ich meine Karriere beim MSV beenden.“ So viel steht fest für Koch. Andererseits: Es könnte unterschiedliche Auffassungen geben für die weitere Zusammenarbeit: „Die müssen natürlich erst noch ausgelotet werden“, sagt Georg Koch. Konkret sei noch nichts.
Der Mann fühlt sich wohl beim MSV, will mit dafür sorgen, dass es in der nächsten Saison sportlich wieder aufwärts geht. Da spielt naturgemäß auch eine Rolle, wie die Mannschaft in der neuen Saison personell aussieht. Dass Aziz Ahanfouf gehen würde, habe sich zuletzt schon abgezeichnet durch das Verhalten des Stürmers. „Es gibt offenbar sechs, sieben Baustellen, die bearbeitet werden, aber ich bin zuversichtlich, dass der Präsident Neuzugänge präsentiert, mit denen unser Ziel in Angriff genommen werden kann.“
Das umreißt Koch wie alle anderen Beteiligten auch mit dem sofortigen Wiederaufstieg. Natürlich wolle das Personal wissen, wie es weiter geht: „Aber das geht ja nicht nur mir so.“ Da sind offene Frage, die beantwortet werden müssen: Thomas Baelum oder Marino Biliskov stehen auf der Agenda. Da sind die Fragezeichen hinter Neuzugängen, die derzeit in vielen Verhandlungen ausradiert werden sollen. Eines weiß der Chef im Tor: „16 Spieler haben Vertrag, also könnten wir derzeit schon mit einer Elf auflaufen.“ Dass die Fans ihn wieder zum „Spieler der Saison“ gewählt haben, war Ausdruck klarer Wertschätzung. Stolz macht einen wie ihn das klare Votum schon. Aber Koch, der Realist, weiß auch, dass er gute Arbeit abgeliefert hat. Das soll auch in der neuen Spielzeit so sein.
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