Der Ex-Coach von Borussia unterschrieb bei Hertha: Hans Meyers Gewissen
VON O.E. SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 23.12.2003 - 09:26Mönchengladbach (RP). „Nicht einmal ein Angebot von Real Madrid“, hat Hans Meyer behauptet, als er am 1. März bei Borussia aufhörte, könne seinen Entschluss umstoßen, nie mehr als Cheftrainer zu arbeiten. Das Angebot des europäischen Topclubs ist ausgeblieben. Stattdessen kam eins aus Berlin.
Vom Abstiegskandidaten Hertha BSC. Und schon wurde der „harte Hans“ schwach. Ob es Langeweile war, die Herausforderung oder das große Geld: Darüber mag man ebenso spekulieren wie über die Höhe seines Entgelts, das im Erfolgsfall gewiss eine Million Euro erreichen dürfte - für fünf Monate.
Geld stinkt nicht, auch nicht einem Hans Meyer. Nur eins, hat er gestern bei seiner Vorstellung in Berlin jedenfalls behauptet, würde ihm „stinken“: „Diese Unterschrift bei Hertha würde mich nur für den Fall drücken, dass Gladbach wieder in unsere Nähe käme. Das würde mich in einen Gewissenskonflikt stürzen.“
Im Zweifel freilich wird ihm am 17. April, wenn die „alte Dame“ Hertha am Bökelberg auftritt, das Berliner Hemd näher als der Gladbacher Rock sein. So ist nun mal das Geschäft. Auch Hans Meyer wird es nicht ändern - und will es auch gar nicht, wie sich jetzt gezeigt hat. O. E. SCHÜTZ
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.







