Bundesliga: Hertha-Magie dank Pantelic und Raffael
zuletzt aktualisiert: 01.03.2008 - 15:05Berlin (RPO). Einen Treffer gemacht, das Tor des Sturmpartners vorbereitet: Neuzugang Raffael und Torjäger Marko Pantelic entwickeln sich beim Bundesligisten Hertha BSC Berlin langsam zum Traumduo im Angriff.
Der Brasilianer (34.), für 4,5 Millionen Euro in der Winterpause vom FC Zürich geholt, und der Serbe mit seinem zehnten Saisontor (37.) führten die Hertha zum 2:0 (2:0) gegen den MSV Duisburg und zum ersten Erfolg in einem Spiel unter Flutlicht seit zweieinhalb Jahren.
"Das erste Tor war weltklasse. Wie Marko den Ball vorgelegt hat und Raffael verwandelte, großartig", sagte Berlins hoch erfreuter Manager Dieter Hoeneß. Bei Treffer Nummer zwei revanchierte sich Raffael mit einem Pass in den Lauf von Pantelic, der das Leder gekonnt an MSV-Keeper Tom Starke vorbei ins Netz spitzelte. "Wir sind mit diesem Sieg unserem Saisonziel vom einstelligen Tabellenplatz einen großen Schritt näher gekommen", erklärte Hoeneß.
Hellwach und stets in Bewegung antizipierte Raffael die Situationen vor dem gegnerischen Tor am schnellsten und besaß weitere Großchancen (3./11./66.). Der schmächtige 22-Jährige profitierte dabei auch von den präzisen Flanken des tschechischen Neuzugangs Rudolf Skacel, der über die linke Seite viel Gefahr entwickelte. "Ein gutes Spiel, doch wir müssen mit den Füßen am Boden bleiben", meinte Kapitän Arne Friedrich, der nach seiner fünften Gelben Karte im nächsten Spiel bei Borussia Dortmund fehlt.
In Duisburg dagegen herrschte Ernüchterung. "Das ist enttäuschend. Nach dem 2:0-Sieg in Bielefeld haben wir uns mehr versprochen. Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir es besser können", sagte MSV-Trainer Rudi Bommer. Brutal wurde das kleine Pflänzchen Hoffnung im Abstiegskampf wieder zertreten.
"Wir waren von Beginn an nicht richtig im Spiel, haben die Zweikämpfe nicht angenommen und vorne die nötige Durchschlagskraft vermissen lassen", so Bommer, dessen Team den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz verpasste.
"Das war im Kampf gegen den Abstieg ein schmerzhafter Rückschlag. Es lief nichts zusammen", sagte Keeper Starke. Ivica Grlic haderte mit der Einstellung der Mannschaft. "Das war nicht der MSV, den wir kennen. Wir müssen in den nächsten Spielen unbedingt wieder ein anderes Gesicht zeigen", erklärte der Kapitän.
Nach der Pleite machte sich beim Klub aus dem Ruhrgebiet wieder blanke Abstiegsangst breit. "Das nächste Spiel gegen Rostock ist für uns schon ein echtes Endspiel", sagte Bommer, dessen zuletzt starker Neuzugang Claudiu Niculescu enttäuschte. Statt durch Tore fiel der Rumäne durch eine unnötige Gelbe Karte wegen Meckerns auf. Von Einzelkritik sah Bommer jedoch ab: "Die gesamte Mannschaft ist hinterher getrabt."
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