Bayern: Karimi als Anzahlung für Podolski nach Köln?
zuletzt aktualisiert: 14.12.2005 - 10:45München (rpo). Der FC Bayern München bastelt weiter fleißig an der Zukunft und plant dabei offenbar einen spektakulären Vertragscoup. Nach Medienberichten soll der Iraner Ali Karimi bereits in der Winterpause zum 1. FC Köln wechseln - als Anzahlung für Nationalstürmer Lukas Podolski.
Zudem sei die Vertragsverlängerung von Sebastian Deisler so gut wie perfekt, und auch Willy Sagnol will nun doch seinen Vertrag in München verlängern. Und ganz nebenbei geht wohl auch bald der Transfer des paraguayanischen Nationalspieler Julios Dos Santos an die Isar über die Bühne.
Die Verhandlungen mit dem Südamerikaner sind offenbar schon weit vorangeschritten. "Er ist Paraguays Nummer 10, er kann Michael Ballack ersetzen", hob Uli Hoeneß in der "Bild" hervor. Der 22-jährige offensive Mittelfeldspieler wurde vom Bayern-Manager vor knapp zehn Tagen persönlich bei einem Ligaspiel seines Klubs Cerro Porteno unter die Lupe genommen. Dos Santos gilt in seiner Heimat als eines der größten Talente. Der Nationalspieler (zehn Länderspiele) soll eine Ablöse von rund zwei Millionen Euro kosten.
Dos Santos soll bereits Anfang Januar zum Bayern-Kader stoßen. Bis zum Jahreswechsel soll er zudem einen spanischen Pass bekommen, um nicht das Nicht-Europäer-Kontingent zu belasten. Ungeachtet dessen wäre im Falle seiner Verpflichtung wohl kein Platz mehr für Ali Karimi. Der Iraner soll daher nach Köln abgeschoben werden, um den FC vor dem Abstieg zu bewahren. Als Gegenleistung erhoffen sich die Bayern wohl einen reibungslosen Ablauf des anvisierten Transfer von Nationalstürmer Lukas Podolski. Der 20-Jährige steht in München schon seit Monaten auf der Wunschliste ganz oben.
Während die Vertragsverlängerung von Podolskis DFB-Teamkollegen Sebastian Deisler als ausgemachte Sache gilt - der 25-Jährige soll bis 2009 bleiben - wäre die weitere Zusammenarbeit mit Willy Sagnol dagegen eine große Überraschung. Der französische Nationalverteidiger soll sich bereits mit Juventus Turin über einen Vierjahres-Vertrag einig gewesen sein. Er sei zu 80 Prozent schon weg gewesen, sagte der 28-Jährige der "Bild": "Aber die Chancen sind nach meinem Gespräch mit Uli Hoeneß wieder bei 50:50." Und auch der Manager selbst ist wieder guter Dinge. "Es schaut gut aus", sagte Hoeneß.
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