Hertha - Stuttgart 2:0: Marcelinho schlägt Stuttgart im Alleingang
zuletzt aktualisiert: 01.04.2006 - 17:48Berlin (rpo). Hertha BSC Berlin ist wieder da: Mit einem Marcelinho in bestechender Form unterstrichen die Hauptstädter gegen den VfB Stuttgart eindrucksvoll ihre Ambitionen auf die UEFA-Cup-Teilnahme. Der Brasilianer schoss mit seinen Saisontoren Nummer zehn und elf den 2:0 (0:0)-Sieg gegen den VfB Stuttgart im Alleingang heraus.
Die Herthaner blieben im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und festigten den fünften Platz in der Tabelle. Der VfB Stuttgart hingegen verlor im Kampf um das internationale Geschäft weiter wichtigen Boden. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh zeigte vor 51.436 Zuschauern im Berliner Olymiastadion eine äußerst schwache Leistung und bleibt im fünften Spiel in Folge ohne Sieg.
Die Gastgeber mussten kurzfristig auf Kapitän Arne Friedrich verzichten, der wegen einer Sprunggelenkverletzung passen musste. Für ihn absolviert Josip Simunic nach überstandenen Archilissehnenproblemen sein erstes Spiel seit dem 4. Dezember 2005 und zeigte eine starke Partie. Beim VfB Stuttgart fehlte neben Jondahl Tomasson (Fußverletzung) auch erneut Nationalkeeper Timo Hildebrand wegen Achillessehnenproblemen.
Vorsicht
Im ersten Durchgang agierten beide Team zu vorsichtig und waren weitgehend auf Sicherung bedacht. Die Hausherren, angetrieben durch den erneut starken Yildiray Bastürk, entwickelten immerhin noch streckenweise Zug zum Tor und besaßen durch die Kopfbälle von Dick van Burik (31.) und Marco Pantelic (42.) gute Möglichkeiten. Von den Gästen war so gut wie gar nichts zu sehen, lediglich ein Drehschuss von Mario Gomez sorgte für ein wenig Aufregung.
Zum Glück für Hertha legte der Brasilianer Marcelinho zu Beginn der zweiten Halbzeit seine Frühjahrsmüdigkeit endgültig ab und ließ seine Extraklasse nach Wochen der Entäuschung wieder mal aufblitzen. In der 46. Minute zog der Brasilianer an den Stuttgartern Zvonimir Soldo und Markus Babbel vorbei und erzielte die 1:0-Führung mit einem platzierten Schuss aus 22 Metern. In der 69. Minute machte der 30jährige den Sack zu und verwandelte einen Foulelfmeter, den Ex-Nationalspieler Babbel zuvor an Bastürk verursacht hatte, mit einem platzierten Schuss ins linke obere Eck sicher zum 2:0.
Die Gäste versuchten, sich noch gegen die drohenden Niederlage zu wehren, doch dabei sprang wenig Konstruktives heraus. Ein Kopfball von Soldo fischte Torwart Fiedler in der 55. Minute von der Linie. Ansonsten bleib das Stuttgarter Offensivspiel erschreckend blass.
Bei den Berlinern ragte neben dem spielfreudigen Bastürk Marcelinho durch seine beiden Tore heraus, bei den schwachen Gästen konnten lediglich Soldo und Andreas Hinkel Normalform erreichen.
STIMMEN:
Trainer Falko Götz (Hertha BSC Berlin): "Ich denke, es gibt keine Diskussionen darüber, dass wir verdient gewonnen haben. Wir hatten in der ersten Halbzeit schon mehr Spielanteile, dennoch war es glücklich, dass wir nach der Pause direkt in Führung gegangen sind. Spätestens nach dem 2:0 war die Partie dann entschieden."
Trainer Armin Veh (VfB Stuttgart): "Die erste Halbzeit haben wir in der Defensive gut gestanden und haben nicht viele Chancen des Gegners zugelassen. Wenn man zur zweiten Halbzeit rauskommt und nach zwei Minuten direkt einen Gegentreffer kassiert, weiß jeder, dass das gerade für uns sehr schwer wird. Wir arbeiten einfach zu wenig Torchancen heraus, daran müssen wir jetzt arbeiten."
STATISTIK:
Berlin: Fiedler - Simunic, van Burik, Fathi - Schröder, Chahed - Bastürk (89. Dardai), Boateng (82. Kovac), Gilberto - Marcelinho (87. Neuendorf) - Pantelic. - Trainer: Götz
Stuttgart: Heinen - Hinkel, Babbel, Delpierre, Gerber - Soldo, Meira - Tiffert (69. Grönkjaer), Carevic - Gomez (74. Cacau), Ljuboja. - Trainer: Veh
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Tore: 1:0 Marcelinho (46.), 2:0 Marcelinho (69.)
Zuschauer: 51.436
Beste Spieler: Bastürk, Marcelinho - Hinkel, Soldo
Gelbe Karten: Simunic (5/3), Gilberto (2) - Delpierre (5), Meira (4), Ljuboja (2), Babbel
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







