Mal wieder ein Däne für Borussia: Svensson kommt - nur wann?
VON O.E. SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 20.01.2006 - 08:44 Mönchengladbach (RP). Bo Svensson wird Borussias 13. Däne. Ob im Sommer oder doch schon bis zum 31. Januar, ist noch ein wenig offen. Auf jeden Fall muss der Abwehrspieler und Philosophie-Student einen gewissen Gegensatz aufklären.
Nett, freundlich, sympathisch. Ein Däne eben, wie man sie kennt bei Borussia. Der dreizehnte schon, seit 1969 Ulrik le Fevre als Erster nach Gladbach kam. Zuerst waren es lauter Stürmer. Heute sind es nur noch Verteidiger: Bo Svensson wird der dritte dänische Abwehrspezialist im Kader sein. Gestern hat der 26-Jährige seinen Dreijahresvertrag unterschrieben und stellte sich anschließend den Journalisten vor. Nett, freundlich, sympathisch. Ein Däne halt.
Obendrein einer, der Philosophie und Literatur studiert hat. Was ihn freilich nicht hindert, auf dem Fußballplatz Spielern wie Tony Adams und John Terry nachzueifern. Den Engländern, die alles andere als Freunde der gepflegten Ballartistik sind. „Ich versuche, fair zu spielen. Aber wenn es sein muss, kann ich zur Sache gehen. Das ist ja mein Job als Abwehrspieler“, sagt Svensson. Lächelt dabei gewinnend und sagt fast im selben Atemzug: „Ich liebe es, schönen Fußball zu spielen.“
Wie diese Gegensätze zusammen passen - davon werden sich die Borussen überzeugen können. Nach der momentan verkündeten Planung allerdings erst in der nächsten Saison, weil Bo Svensson dann ablösefrei vom FC Kopenhagen kommen kann. Aber es ist nicht auszuschließen, dass die Gladbacher doch noch in die Tasche greifen, um ihn schon für die nächste Woche beginnende Rückrunde zu verpflichten: Wenn es bei Jeff Strasser oder Zé Antonio neue Komplikationen geben sollte. Svenssons Landsmann Thomas Helveg fällt nach seiner Achillessehnen-Operation ja eh noch lange aus. Und beim dritten Dänen, Kasper Bögelund, muss sich auch noch zeigen, ob die Achillessehnen-Beschwerden wirklich vom Weisheitszahn kamen.
Nächste Woche jedenfalls fliegt Bo Svensson mit einer Auswahl dänischer Liga-Spieler (also ohne die „Legionäre“) nach Hongkong zum Carlsberg-Cup. Wenn er zurück kommt, will er Klarheit: Ob der FC Kopenhagen für die nächsten Monate noch mit ihm oder schon mit seinem bereits verpflichteten Nachfolger Brede Hageland plant. „Ich will spielen, nicht auf der Bank sitzen“, sagt Svensson. Und endlich den Sprung ins A-Nationalteam schaffen. „Bisher kam ich nicht an Thomas Helveg vorbei“, gibt er zu. Jetzt ist er 26 und sucht noch einmal eine Herausforderung, nachdem er von der Jugend an immer nur für den FC Kopenhagen gespielt hat: „Es wurde Zeit für einen Wechsel.“ Ob im Sommer oder doch schon jetzt, darüber müssen sich die Vereine einigen. Bo Svensson kann da zunächst nicht viel mehr tun als freundlich zu lächeln.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







