Neue Nummer sechs beim MSV: Tararache soll Lücke schließen
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 20.01.2006 - 08:52 Duisburg (RP). Mihai Tararache hatte gestern seinen Einstand beim MSV als neue „Nummer sechs“. Der Rumäne soll die Lücke vor der Abwehr schließen. Weitere Kandidaten sind in der Pipeline. Andere können gehen.
Ein neuer Mann im Zebra-Stall - und schon erhöht sich die Schar der Zaungäste sprunghaft. Mihai Tararaches erster Arbeitstag in Meiderich hatte eine beachtlich große Schar an Interessenten angelockt, trotz der Kälte. Der Rumäne zuletzt in Züricher Diensten als Hoffnungsträger. Nebenbei war auch noch der slowenische Nationalspieler Andrej Komac am Ball, ebenfalls im Mittelfeld zu Hause. Der Mann spielte zuletzt bei Martimo Funchal in der zweiten spanischen Liga.
Er sei gekommen, um zu helfen, teilte Mihai Tararache mit - ein drahtig wirkender Kicker, der die neue „Nummer sechs“ ist, am Samstag beim Test gegen Bratislava den Fans bereits präsentiert werden soll. Mit ihm hin zu neuer Zuversicht für den defensiven Bereich, der marode war in der ersten Serie und der nun mit aller Macht gefestigt werden soll. Bezeichnend für die Situation: Tararacha kam gegen Mittag in Meiderich an, etwas später fuhr Andreas Voss nach absolvierter Reha im BMW davon. Seine sportliche Zukunft liegt weiter im Ungewissen.
Mal sehen, was in den verbleibenden Tagen bis zur Schließung der Transferliste noch so alles geschieht an personellen Überraschungen. Namen sind genug in der Pipeline: Miladinovic, Caligiuri, Aygün, Komac, Manga. Keine Überraschung ist naturgemäß, dass Trainer Jürgen Kohler künftig nicht mit einem aufgeblähten Kader arbeiten will. Noch im türkischen Trainingslager ließ der Weltmeister wissen, er würde vorrangig mit einem 22-Mann-Kader arbeiten wollen. Je nach Neuverpflichtungen müssen also Zebras gehen (siehe Interview auf dieser Seite). Da bedarf es weniger Überlegungen. Nasir El Kasmi ist ein Kandidat, für den die Bundesliga eine Nummer zu groß ist. Auf Kai Michalke trifft das auch zu, der im Sommer aus Aachen kam und den Sprung in die Beletage nicht schaffte. Mike Rietpietsch und der zwei Jahre verletzt gewesene Josef Ivanovic können sich ebenfalls einen neuen Verein suchen. Mit ihnen plant Kohler offenbar nicht mehr. Das hat er den Herren auch gesagt. Das ist einerseits bitter für die Betroffenen, andererseits professionell. Kohler hat nur den Klassenerhalt im Auge und kann keine Rücksicht auf Probleme der menschlichen Art nehmen. Das ist raues Bundesligageschäft, aber derartige Entscheidungen sind gewiss notwendig, wenn das anvisierte Ziel am rettenden Ufer auch erreicht werden soll.
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