Lehmanns Hubschrauber-Flüge zum Training: "Der Platz ist doch eh ramponiert"
zuletzt aktualisiert: 19.09.2008 - 13:58Berg (RPO). Eine Meldung sorgt für Aufregung: Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann ist mehrfach mit dem Hubschrauber zum Training beim VfB Stuttgart geflogen. Ausgangspunkt war immer der Fußballplatz des MTV Berg am Starnberger See. Und der ist angeblich ohnehin ramponiert.
"Da sind viele Buckel und Unebenheiten drin. Das ist also nicht so schlimm, wenn da ein Hubschrauber landet", erklärt Elke Sigel im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie ist Kassiererin und Schriftführerin des Klubs und hat vor einigen Monaten zum ersten Mal mit über einen Abflug von dem Spielfeld entschieden.
"Ein Transportunternehmen hat bei uns angefragt, ob ein Hubschrauber bei uns landen darf", erinnert sich Sigel, die zusammen mit ihren Vorstandskollegen bislang zweimal ihre Zustimmung gab - ohne vorher zu wissen, wer denn aus der 8000-Seelen-Gemeinde abfliegen würde.
"Aber hier erfährt man sowas halt", sagt sie und lacht, "die Lehmanns sind ja auch erst vor kurzem in unseren Ort gezogen." Offenbar wollen sie länger bleiben: Lehmann habe schon beim Fußball-Abteilungsleiter angefragt, ob sein Sohn einmal zum Training kommen kann.
Und da beginnt zumindest im Blick auf seine Hubschrauber-Flüge das Problem. Denn bei seinen beiden bisherigen Flügen war beim MTV Berg trainingsfrei, jetzt ackern die Kinder und Jugendlichen wieder auf dem Platz. "Da gibt es eine hohe Frequenz. Da kann Herr Lehmann nicht mehr so einfach abfliegen", so Sigel, die nicht weiß, ob einem erneuten Antrag überhaupt noch einmal stattgegeben würde.
Die "Bild" hatte am Freitag berichtet, dass sich Anwohner über den Fluglärm beim Bürgermeister beschwert hätten. Der wolle die Flüge daher in Zukunft untersagen. Zumindest beim MTV kann den Trubel niemand nachvollziehen: "Das passiert doch nicht jeden Tag. Wer sollte da schon etwas gegen haben?"
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