Nach Stuttgarter Pleite beim BVB: Keine Strafe für Lehmanns Vogel-Geste?
zuletzt aktualisiert: 29.09.2008 - 07:48Dortmund (RPO). Es war der Aufreger beim 0:3 des VfB Stuttgart in Dortmund: In der 20. Minute geht BVB-Verteidiger Felipe Santana Stuttgarts Keeper Jens Lehmann am Fünf-Meter-Raum an, stößt ihm den Arm ins Gesicht. Ein klares Foul - doch ein Pfiff bleibt aus. Santana trifft zum 2:0, Lehmann zeigt den Vogel.
Es darf gerätselt werden, ob der 38-Jährige mit seiner Geste tatsächlich den Unparteiischen Dr. Felix Brych meinte - vieles spricht allerdings dafür. Der Schiri hatte das klare Foul Santanas nicht gesehen, auch die anschließende Vogel-Geste blieb ihm verborgen.
Lehmann war noch nach dem Schlusspfiff stinksauer, forderte indirekt die Absetzung von Brych. "Der Schiedsrichter war leider sehr uneinsichtig. Es ist schade, dass man mit solchen Leuten konfrontiert wird. Der Mann gibt sein Bestes – wie ich. Wenn es bei mir nicht reicht, bin ich irgendwann weg. Das sollte auch für Schiedsrichter gelten", erklärte der frühere Dortmunder gegenüber der "Bild".
Der Ex-Nationaltorhüter, der zunächst keine Karte sah, sich später aber doch noch Gelb abholte, scheint für seine Aktion jedoch keine Strafe fürchten zu müssen. Der DFB will zunächst auf Ermittlungen verzichten, wartet erst mal auf den Schiedsrichter-Bericht. Dumm nur, dass Brych ja offenbar nichts gesehen hat.
Die Vogel-Geste von Lehmann sehen Sie in unserer Fotostrecke.
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