Breitseite gegen die Brasilianer: Alle gegen Diego und Rafinha
zuletzt aktualisiert: 25.01.2009 - 15:08München (RPO). Die Wahl zu den beliebtesten Bundesliga-Profis werden sie wohl nicht gewinnen: Die Brasilianer Diego und Rafinha stehen aufgrund ihrer Eskapaden weiter in der Kritik. Nicht nur in ihren Vereinen, sondern auch bei ihren Kollegen.
Klaus Allofs, Sportdirektor bei Diegos Arbeitgeber Werder Bremen, hat dem brasilianischen Mittelfeldstar nach dessen jüngsten Eskapaden den Kopf gewaschen. "Ich habe lange mit ihm geredet und ihm klargemacht, wie wichtig er für uns ist und unter welcher Beobachtung er in den nächsten Wochen von allen Seiten steht", sagte Allofs im "DSF".
Diego wurde in der vergangenen Woche mit einem Alkoholwert von rund 0,8 Promille im Blut am Steuer seines Autos erwischt. Da es sich bei dem Vergehen um eine Ordnungswidrigkeit handelt, darf Diego zunächst seinen Führerschein behalten, wird aber wohl mit einem Fahrverbot für mehrere Wochen belegt.
Die Eskapaden Diegos kommen auch bei seinen brasilianischen Ländsmännern nicht gut an. "Auch wir gehen abends weg. Aber es gibt den richtigen Zeitpunkt dafür – und den falschen", sagte Cicero, Mittelfeldspieler von Hertha BSC Berlin, gegenüber der "Berliner Morgenpost".
Auch einen Seitenhieb auf Schalkes Rafinha konnten sich Berlins Brasilianer nicht verkneifen. "Was sie abseits des Platzes tun, schadet dem Image brasilianischer Fußballer", sagte Herthas Kaka im Interview mit der "Berliner Morgenpost". "Als Profis haben wir unser Verhalten auch außerhalb der Spiele unter Kontrolle zu halten."
Allofs nahm auch zu den Spekulationen um mögliche Transfers von Diego und Angreifer Hugo Almeida Stellung: "Wir wissen um die Begehrlichkeiten anderer Klubs, Spielern einen Wechsel schmackhaft zu machen. Aktuell steht Diego aber nicht zum Verkauf."
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